6000 Strafanzeigen gestellt

Fakeshop-Betreiber in U-Haft: Kunden um Millionen geprellt?

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Frankfurt - Auf einer Internetseite bietet ein Fakeshop-Betreiber technische Geräte aller Art zu Schnäppchenpreisen Preis an - die meisten Kunden erhalten jedoch keine Ware. Die Betreiber sollen sich so um mehrere Millionen Euro bereichert haben. Jetzt ist es Polizei und Bundespolizei gelungen, zwei Hauptverdächtige festzunehmen. 

Die beiden Männer, 54 und 48 Jahre alt, sollen zwischen August und November vergangenen Jahres den Fakeshop des Unternehmens K.K. Gregor Technik GmbH betrieben haben (www.kkgtechnik.de). Während die Waren anfangs noch ausgeliefert wurden, waren die Kunden später leer ausgegangen und auf den Kosten sitzengeblieben.

Den älteren der Hauptbeschuldigten konnten Bundespolizei und Frankfurter Polizei nun am Dienstag am Flughafen festnehmen, als er aus Südostasien nach Deutschland einreiste, wie die Polizei heute mitteilt. Der zweite Tatverdächtige wurde in Oberhausen festgenommen. In seiner dortigen Wohnung fanden und beschlagnahmten die Beamten umfassendes Beweismaterial.

Beide Männer sind gestern dem Haftrichter vorgeführt worden und sitzen nun in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen bezüglich weiterer Beschuldigter dauern laut Polizei noch an. Bisher 6000 Strafanzeigen liegen der Frankfurter Polizei aktuell vor, der Gesamtschaden soll nach bisherigen Erkenntnissen bis zu zehn Millionen Euro betragen.

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Geschädigte, die noch keine Strafanzeige erstattet haben, können dies bei der Frankfurter Polizeidienststelle tun. Von Anfragen bei Polizei und Staatsanwaltschaft zu bereits erstatteten Anzeigen bitten diese indes, abzusehen. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft werde die Geschädigten „zur gegebenen Zeit“ kontaktieren. Voraussichtlich eine Insolvenzverwaltung werde sich darum kümmern, die sichergestellten Vermögenswerte zu verteilen. (nl)

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