Kunden verärgert

Probleme bei Automaten: RMV droht mit Strafen

Offenbach - Die teils massiven Störungen an den neuen RMV-Fahrkartenautomaten (wir berichteten) haben ein Nachspiel.

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund hat seinen Vertriebspartner Transdev, der seit Anfang des Jahres 638 Automaten im RMV-Gebiet aufgestellt hat, dazu aufgefordert, „sofortige Maßnahmen einzuleiten, um die Lage umgehend zu verbessern“. Auch mit Vertragsstrafen wird gedroht. Dazu gehört nach Angaben einer RMV-Sprecherin nicht nur, flächendeckend die Funktionsfähigkeit der Automaten schnellstmöglich wiederherzustellen, sondern auch Erreichbarkeit der Hotline in kurzer Zeit nachhaltig zu steigern, um Kunden schneller helfen zu können.

Die Störungsmeldungen haben seit Anfang Juni massiv zugenommen. Auch nach der Berichterstattung in unserer Zeitung schilderten viele Leser ihren Ärger über defekte Automaten. Besonders häufig sind der Ausfall von Verkaufs- und Bezahlmöglichkeiten und technische Störungen. Die RMV-Sprecherin bestätigte: „Teilweise fallen an Stationen gleich mehrere Automaten aus und es wird für die Fahrgäste schwer, in angemessener Zeit ein Ticket zu lösen.“

Transdev habe bei einem Krisentreffen umgehend Verbesserungen zugesagt. Vor allem soll durch einen besseren Service der Firma, die dauerhafte Ausstattung der Automaten mit Geld und Fahrkartenpapier sichergestellt werden. Die Zusage: Schon zum Wochenanfang soll die Zahl der Störungen deutlich zurückgehen. Und die Sprecherin des Verkehrsverbunds erhöht den Druck auf die Firma Transdev: „Der RMV wird die Durchführung der Maßnahmen engmaschig beobachten, seinen Vertriebspartner an seinen Taten messen und die Vertragsstrafen für das Verfehlen der vereinbarten Qualitätsziele geltend machen.“ (psh)

Bilder: In wenigen Schritten zum RMV-Handy-Ticket

Rubriklistenbild: © dpa

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