Zahlenfehler

Rätsel um Wahlbeteiligung in Frankfurt gelöst

Frankfurt - Eine falsche Bezugsgröße ist der Grund für die Verwirrung um die Wahlbeteiligung an der Frankfurter Oberbürgermeisterwahl. "Fälschlicherweise ist die Zahl der Wahlberechtigten bei der Bundestagswahl stehen geblieben", sagte der für Statistik zuständige Baudezernent Jan Schneider (CDU).

Da waren deutlich weniger Menschen wahlberechtigt, bei der OB-Wahl konnten am Sonntag auch die in Frankfurt gemeldeten EU-Bürger mit entscheiden. Somit sei mit einem kleineren Personenkreis gerechnet worden - so erklärten sich dann die "deutlich höheren Prozentsätze" der Tageswahlbeteiligung, sagte Schneider. "Das ist sehr ärgerlich und noch nicht vorgekommen. Leider haben wir es erst heute Nacht bei der Nachbereitung gesehen." Nachdem am Sonntag tagsüber aus den repräsentativ ausgewählten Wahllokalen durchweg hohe Wahlbeteiligung von zuletzt 55,8 Prozent gemeldet worden waren, sah es nach der Schließung der Wahllokale ganz anders aus.

Die OB-Wahl im Liveticker zum Nachlesen.

Nach der Auszählung in den Wahlbezirken blieb nur eine Beteiligung von 37,6 Prozent übrig. Kandidaten und Parteien hatten sich zu früh über eine rekordverdächtige Beteiligung an der OB-Wahl gefreut. So versicherte etwa Amtsinhaber Peter Feldmann (SPD), der mit 46 Prozent die meisten Wählerbestimmen erhalten hatte, noch am Wahlabend: "Noch mehr als über mein Ergebnis freue ich mich über dies Beteiligung!" (dpa)

Bürgermeister und Landräte aus der Region

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