Überfall auf Juwelier

Raub im Main-Taunus-Zentrum: Zweiter Prozess gestartet

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Mitarbeiter des Juweliers Pletzsch dekorieren im Main-Taunus-Zentrum (MTZ) in Sulzbach die Auslage des Schmuck- und Uhrenhändlers neu mit wertvollen Uhren.

Frankfurt - Zum zweiten Mal muss sich seit Mittwoch ein 30 Jahre alter Mann wegen Beteiligung an einem Überfall auf ein Juweliergeschäft vor dem Landgericht Frankfurt verantworten.

Im ersten Verfahren war der Angeklagte im März 2016 vom Vorwurf des schweren Raubes freigesprochen worden. Es könne nicht mit der erforderlichen Sicherheit festgestellt werden, dass er Mitglied des Räuber-Trios gewesen sei, das im Februar 2014 das Schmuckgeschäft im Main-Taunus-Zentrum (Main-Taunus-Kreis) mit Äxten verwüstet, die Belegschaft bedroht habe und mit Schmuck und Uhren im Wert von rund 540.000 Euro geflüchtet sei, hieß es damals.

Die Staatsanwaltschaft war auf den Angeklagten als Mittäter gekommen, nachdem dieser gemeinsam mit seinem ebenfalls der Tat verdächtigten Bruder nach Deutschland eingereist worden war. Die Ergebnisse der Videoüberwachung und der Zeugenaussagen reichten dem Gericht jedoch nicht. Der Bundesgerichtshof aber hob den Freispruch auf und kritisierte die Beweiswürdigung der Richter.

Spektakuläre und kuriose Raubüberfälle

Auch im zweiten Prozess schwieg der Angeklagte zu den Vorwürfen. Die Strafkammer muss die Beweisaufnahme mit etlichen Zeugenvernehmungen komplett wiederholen. Gleichwohl will das Gericht bereits Ende August nach drei Verhandlungstagen ein Urteil verkünden. (dpa)

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