Frankfurter Immobilieninvestor

Revision gescheitert: Ardi Goldmann muss in Haft

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Der Immobilienunternehmer Ardi Goldman vor Gericht.

Frankfurt - Der Frankfurter Immobilieninvestor Ardi Goldman muss seine wegen Korruption verhängte Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten antreten. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat Goldmans Revision ebenso wie die eines weiteren Angeklagten als unbegründet verworfen, wie die Frankfurter Staatsanwaltschaft mitteilte.

In dem im November 2015 verhängten Urteil des Landgerichts Frankfurt ging es um Schmiergeldzahlungen beim Ausbau des Frankfurter Flughafens. Dem Urteil zufolge hat eine Gruppe von Geschäftsleuten einen nachgeordneten Fraport-Angestellten bestochen, um an Erbbau-Grundstücke in der heutigen Cargo-City-Süd zu kommen. Innerhalb der Gruppe war es aber zu Streit gekommen, so dass die Zahlungen öffentlich wurden. Der beschuldigte Fraport-Mitarbeiter war noch vor Prozess-Eröffnung bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Goldman ist in Frankfurt vor allem für kulturnahe Immobilien-Investments bekannt. Im Prozess hatte er jegliche Beteiligung an Schmiergeldzahlungen abgestritten. Dem Urteil zufolge muss er auch rund 14,4 Millionen Euro zu Unrecht erzielten Gewinn zurückzahlen.

Ähnlich ergeht es dem Projektentwickler Jürgen Harder aus Heidelberg, der zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden war. Der BGH bestätigte zudem, dass er neben 6 Millionen Euro Bewährungsauflage noch 5,5 Millionen unrechtmäßig erworbenen Gewinn zurückzahlen muss. Zwei weitere Verurteilte hatten auf eine Revision verzichtet. (dpa)

OP-Leser bei Lufthansa Cargo

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