Riederwaldtunnel entlastet zu wenig

Frankfurt will öffentliches Nahverkehrsnetz erweitern

Frankfurt - Die Stadt Frankfurt will das öffentliche Nahverkehrsnetzes erweitern. Damit reagiert die Kommune auf Prognosen, wonach der geplante Riederwaldtunnel den Osten der Stadt weniger vom Autoverkehr entlastet als erwartet.

Um den Verkehr aus der Region zu verringern, soll unter anderem die Niddatalbahn besser angebunden und eine neue S- oder Straßenbahnlinie Richtung Bad Vilbel entstehen. Verkehrdezernent Klaus Österling (SPD) verlangte heute außerdem mehr Park+Ride-Anlagen. Zwei Standorte könnten entlang A66 und der A661 nördlich von Frankfurt-Praunheim (Rastanlage Taunusblick) und nahe der BG Unfallklinik liegen. Ein weiterer käme am Kaiserlei bei Offenbach in Frage. Der Riederwaldtunnel schließt die Lücke zwischen der nach Osten führenden A66 und der A661.

Er soll 2030 fertig werden und die Anwohner von Lärm und Autos entlasten. Die Zahlen zeigten jedoch, "dass auf der A661 nach Fertigstellung dauerhaft mit Staus zu rechnen ist", sagte Österling. Das System aus Straße und Schiene sei 2030 bis über seine Grenzen hinaus belastet. Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hatte am Mittwoch eine Prognose vorgestellt, die von einer massiven Zunahme des Autoverkehrs in den Stadtteilen Bornheim und Riederwald ausgeht. (dpa)

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