Brandanschlag in Bockenheim

Sechs Fahrzeuge ausgebrannt: Bekennerschreiben eingegangen

Frankfurt - In der Nacht auf den heutigen Freitag sind sechs Autos auf einem Betriebsgelände der Deutschen Bahn in Frankfurt komplett ausgebrannt, die Polizei hat am Nachmittag ein Bekennerschreiben bekommen.

Darin bekannte sich eine linke Gruppierung zu dem Anschlag, sagte ein Sprecher der Polizei am heutigen Freitag. Dieser richte sich gegen die Bahn, da das Unternehmen als Logistik-Partner der NATO paramilitärische Aktionen in Kriegsgebieten unterstütze, heiße es in dem Schreiben. Nach Angaben des Polizeisprechers ist nicht auszuschließen, dass das Schreiben gefälscht ist. Die Ermittlungen stünden noch am Anfang.

Bei den komplett ausgebrannten Fahrzeugen handelte es sich um Transporter der Bahn und Maschinen für den Gleisbau. Insgesamt sei ein Schaden von etwa einer halben Million Euro entstanden. Ob der Fall mit weiteren Brandstiftungen an Fahrzeugen in den vergangenen Monaten zusammenhänge, könne man nicht sagen. "Brandstiftung gibt es immer wieder", sagte der Polizeisprecher. Ein gemeinsames Motiv oder dieselbe Tätergruppe habe die Polizei bei Brandstiftungen in der Vergangenheit nicht feststellen können.

Der Einsatz im Stadtteil Bockenheim dauerte bis in den Morgen an. Bis 5.20 Uhr war der Bahnhof Frankfurt West gesperrt. Deshalb sei es zu Verspätungen im Regionalverkehr gekommen, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Am frühen Morgen war zunächst noch von drei statt sechs ausgebrannten Fahrzeugen die Rede.

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Zuletzt brannten Ende Mai drei geparkte Autos in der Nacht aus. Hinweise auf ein politisches Motiv hatte es nicht gegeben. Davor wurden an Ostern zwei Autos angezündet, für die sich wenig später ein Mann verantwortlich zeigte. Mitte März waren im Frankfurter Nordend sechs höherwertige Autos in Flammen aufgegangen. Dabei war ein sechsstelliger Sachschaden entstanden. (dpa)

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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