Dem Mammutverfahren gehen die Richter aus

S&K-Prozess droht zu scheitern

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Dem Angeklagten Stephan S., einem der beiden Firmengründer der Immobilienfirma S&K, werden am 24. September 2015 im Gerichtssaal des Landgerichts in Frankfurt die Fußfesseln abgenommen.

Frankfurt - Im Prozess um den millionenschweren Betrug der Kapitalanlagefirma S&K ist nach sieben Monaten Verhandlungsdauer das Risiko des Scheiterns gestiegen. Eine erkrankte Ergänzungsrichterin wurde gestern vor dem Landgericht Frankfurt aus dem Verfahren genommen.

Somit steht für das Großverfahren gegen sechs S&K-Verantwortliche neben den drei erkennenden Berufsrichtern nur noch ein hauptamtlicher Ergänzungsrichter zur Verfügung, der die Verhandlung von Beginn mitverfolgt hat. Wie das Gericht bekannt gab, konnte die bereits über die Osterferien ausgeschöpfte Unterbrechungsfrist von drei Wochen nicht mehr verlängert werden. Sollten noch zwei weitere Berufsrichter in dem voraussichtlich mehrere Jahre dauernden Verfahren ausfallen, müsste der Prozess neu aufgerollt werden. Eine nachträgliche Bestellung von Richtern ist gesetzlich nicht möglich. In dem Prozess geht es um Kapitalanlagebetrügereien in Höhe von rund 240 Millionen Euro.

Bilder: Auftakt im S&K-Betrugsprozess

dpa

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