Tödlicher Unfall in Frankfurt

Frankfurter Raser muss nach Unfall mit Todesopfer in Haft

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Bei einem Unfall am Frankfurter Mainufer war ein elfjähriger Junge ums Leben gekommen. 

Ein 27-Jähriger war mit viel zu hoher Geschwindigkeit am Frankfurter Mainufer entlang gerast - und hatte einen Jungen getötet. 

Frankfurt - Weil er unter Drogeneinfluss einen schweren Verkehrsunfall mit einem toten Jungen und sechs Verletzten verursacht hatte, muss ein 27-jähriger Autofahrer ins Gefängnis. Eine bereits im Februar diesen Jahres vom Amtsgericht verhängte Haftstrafe von zwei Jahren und sieben Monaten wurde am Dienstag in zweiter Instanz vor dem Landgericht Frankfurt rechtskräftig. Sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft hatten ihre Berufung zurückgenommen.  

In den Gegenverkehr gerast 

Der Mann hatte mit mehreren Bekannten im September 2015 eine Spritztour nach Frankfurt gemacht. Trotz fehlender Ortskenntnisse fuhr er in der Nähe des Mainufers in Frankfurt-Sachsenhausen mit überhöhter Geschwindigkeit in eine scharfe Kurve. Das Auto raste über eine Verkehrsinsel und stieß mit einem entgegenkommenden Wagen eines Familienvaters mit drei Söhnen zusammen. Ein elfjähriger Junge starb, die beiden Brüder und der Vater wurden schwer verletzt. Auch im Fahrzeug des Unfallfahrers gab es drei Verletzte. Der Fahrer erlitt nur kleinere Blessuren.

Haft bereits für ähnliche Tat 

In dem Berufungsverfahren machte die Vorsitzende Richterin dem Angeklagten wenig Hoffnung auf die von ihm angestrebte Bewährungsstrafe. Dafür seien die Folgen des Unfalls einfach zu gravierend. Auch sei er wegen einer ähnlichen Tat bereits in Polen verurteilt worden und habe dort auch eine Haftstrafe abgesessen. Nachdem der Angeklagte seine Rechtsmittel zurückgezogen hatte, verzichtete auch die Anklagevertreterin auf die Fortsetzung des Prozesses. Sie hatte ursprünglich dreieinhalb Jahre Haft gefordert, gab sich jedoch damit einverstanden, dass der Familienvater nicht noch einmal als Zeuge auftreten musste. (dpa) 

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