Brandschutz kostet mehr Zeit und Geld

U-Bahnstation Römer: Sanierung verzögert sich  

Frankfurt - Das Ziel, vor dem diesjährigen Mainfest am 4. August fertig zu werden, ist erreicht – eine leichte Verzögerung dennoch unvermeidbar. Die stark frequentierte U-Bahnstation „Römer“ wird nicht wie ursprünglich vorgesehen am 22. Juli wiedereröffnet, sondern erst am 1. August.

Wie Thomas Erhart, Referent von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD), gestern mitteilte, steigen auch die Kosten für die Sanierung des wichtigen Haltepunkts: von ursprünglich etwas mehr als fünf Millionen auf sechs Millionen Euro.

Grund für die Verzögerung und die Kostensteigerung bei der seit Februar gesperrten Station am Römer ist ein ganzer Strauß an unerwarteten Problemen. So ist es das Ziel, in der über 44 Jahre alten Station den Brandschutz zu verbessern und auf den neuesten Stand der Sicherheitstechnik zu bringen. Bei den Arbeiten zeigte sich aber, dass das Stromnetz veraltet und die Abwasserkanäle marode waren. Jetzt wurde ein topmodernes Stromnetz eingebaut, das den Anforderungen des Brandschutzes Rechnung trägt und besser steuerbar ist, so Erhart. Ferner wurden die Haustechnik saniert und die Belüftungsanlage erneuert. Dies ist besonders wichtig, weil die Station sehr tief im Boden liegt.

„Säulen der Eintracht“ in U-Bahn-Station

Der Brandschutz in öffentlichen Verkehrsanlagen wurde nach einem Feuer im Düsseldorfer Flughafen im Jahre 1996, bei dem 17 Menschen ums Leben kamen, verschärft. Im Fokus der Sicherheitsvorkehrungen liegt die Rauchentwicklung. Bei dem Flughafenbrand waren die meisten Opfer erstickt.

Weiterer kostentreibender Faktor waren nach Erharts Angaben die gestiegenen Baukosten. Sie machen alleine acht Prozent der Mehrausgaben aus. (mic)

Rubriklistenbild: © dpa

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