Mann muss mehr als zwei Jahre in Haft

Urteil nach Raub während Autofahrt gefallen

Frankfurt - Ein 27-Jähriger, der seiner Lebensgefährtin während der Fahrt auf der Autobahn ins Lenkrad gegriffen und ihr die Handtasche entrissen hat, ist am Donnerstag vom Landgericht Frankfurt zu zwei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden.

Zusätzlich wies das Gericht den Angeklagten in eine Drogentherapie-Einrichtung ein. Die Strafkammer ging von einem räuberischen Angriff auf Kraftfahrer, Raub und Körperverletzung aus. Während der gemeinsamen Fahrt auf der Autobahn bei Frankfurt-Höchst im September 2016 hatte der drogenabhängige Mann plötzlich 200 Euro von der Freundin verlangt. Das Geld sollte für Rauschgift ausgegeben werden. Als sich die Frau weigerte, die Handtasche herauszugeben, griff er ihr bei Tempo 120 ins Lenkrad und zwang sie damit zu einer Vollbremsung mitten auf der Fahrbahn. Während sie auf das Eintreffen der Polizei wartete, flüchtete der Mann aus dem quer zur Fahrbahn stehenden Auto.

Die massiven Entzugserscheinungen des Mannes flossen strafmildernd in das Urteil ein. Der Vorsitzende Richter erinnerte daran, wie großes Glück das Pärchen gehabt habe: "Hätte es einen Unfall mit Toten und Verletzten gegeben, sprächen wir über ein ganz anderes Strafmaß". (dpa)

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Bilder: Prozess gegen Hells Angel

Rubriklistenbild: © dpa

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