Urteile am Landgericht

Mutwillig auf Frauen losgefahren: Autofahrer muss in Haft

Frankfurt - Weil er mutwillig mit seinem Fahrzeug auf fünf Passantinnen losgefahren und diese verletzt haben soll, hat das Landgericht Frankfurt am Donnerstag Untersuchungshaft für einen 38 Jahre alten Autofahrer angeordnet.

Die Staatsanwaltschaft hatte den entsprechenden Haftbefehl am Dienstag beantragt, nachdem der Angeklagte unentschuldigt dem ersten Verhandlungstag ferngeblieben war. Am frühen Donnerstagmorgen wurde er schließlich in der Nähe seiner Wohnung in Frankfurt festgenommen. Mitten in der Frankfurter Innenstadt war der 38-Jährige laut Anklage im Juni 2016 zunächst auf zwei Touristinnen losgefahren und hatte diese verletzt. Kurze Zeit später touchierte er drei weitere Frauen und entfernte sich vom Tatort. Die Anklage lautet deshalb nicht nur auf gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und Körperverletzung, sondern auch auf Unfallflucht. Die Strafkammer hat vorerst fünf Verhandlungstermine anberaumt und will den Prozess nun am 24. Juli mit der Verlesung der Anklage und einer möglichen Einlassung des Angeklagten fortsetzen.

Drogenschmuggel: Weiteres Urteil gefallen

Weil sie praktisch im Familienverbund Kokain aus Südamerika nach Europa geschmuggelt haben sollen, sind eine 61 Jahre alte Mutter und ihr 35 Jahre alter Sohn vom Landgericht Frankfurt am Donnerstag zu jeweils vier Jahren Haft verurteilt worden. Ein weiterer Mittäter (50) erhielt drei Jahre. Das Trio war im Dezember vergangenen Jahres auf dem Frankfurter Flughafen mit rund 2,3 Kilogramm Kokain aufgefallen, das sie teilweise geschluckt oder am Körper verborgen hatten. Insbesondere die Mutter litt an akuten Beschwerden und musste im Krankenhaus operiert werden. Das Rauschgift stammte aus Venezuela und sollte nach Belgien weitertransportiert werden. Vor Gericht zeigten sich die Angeklagten geständig. Mit dem von den Auftraggebern versprochenen Kurierlohn hatten sie anstehende Operationen bezahlen wollen. Der operative Eingriff am Arm des Sohnes wurde mittlerweile in deutscher Untersuchungshaft vorgenommen. (dpa)

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