Warnstreiks in Hessen

Verdi plant nach Ostern weitere Aktionen

Frankfurt - Die Gewerkschaft Verdi hat von landesweit 2200 Beteiligten an dem gestrigen Warnstreik berichtet. Während in Frankfurt U-Bahnen und Straßenbahnen vom Ausstand betroffen waren, konzentrierten sich die Streikaktionen in Wiesbaden und Offenbach auf den Busverkehr.

In der Landeshauptstadt konnte kein Bus des stadteigenen Betriebs ESWE das Depot verlassen, wie ein Sprecher berichtete. Immerhin seien die Fahrgäste seit dem Wochenende informiert gewesen und hätten sich nach Alternativen umsehen können. In Offenbach kam es zu einer Aktion der Busfahrer am Morgen zwischen 4 und 7 Uhr, ab 8.30 Uhr lief der Verkehr nach städtischen Angaben allerdings wieder planmäßig.
Auch der Frankfurter Entsorgungsbetrieb FES wurde bestreikt, gerechnet wurde mit Einschränkungen bei der Straßenreinigung sowie der Haus- und Sperrmüllsammlung. Insgesamt hätten sich 200 Mitarbeiter der Entsorgung und Stadtentwässerung beteiligt, erklärte Verdi. In Fulda demonstrierten nach Angaben des Beamtenbunds dbb mehrere hundert Beschäftigte.

Die Gewerkschaft zeigte sich zufrieden, die Streikziele seien voll erreicht, erklärte Landesfachbereichsleiter Ronald Laubrock. Verdi will mit der Aktion Druck machen im Tarifstreit des öffentlichen Diensts bei Bund und Kommunen.

Warnstreik im Frankfurter Nahverkehr: Bilder

Eine Sprecherin sagte, da es noch immer kein Angebot der Arbeitgeber vor der nächsten Verhandlungsrunde Mitte April gebe, werde es weitere Aktionen geben. Einzelheiten wollte sie noch nicht nennen. Verdi-Bundeschef Frank Bsirske kündigte in Saarbrücken nach einer Osterpause weitere Arbeitsniederlegungen insbesondere zwischen dem 9. und 13. April an. „Gehen Sie davon aus, dass die Mobilisierung breit ist und auch flächendeckend“, sagte er.

Verdi fordert für die 2,3 Millionen Beschäftigten des Bundes und der Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Die dritte Verhandlungsrunde findet ab dem 15. April in Potsdam statt. (dpa)

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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