Polizei in Alarmbereitschaft

Höchste Sicherheitsstufe am Flughafen Frankfurt

Frankfurt/Brüssel - Nach den Terroranschlägen in Brüssel sind in Hessen die Sicherheitsvorkehrungen massiv verstärkt worden. Das Innenministerium in Wiesbaden versetzte die Polizei in Alarmbereitschaft.

Nach den Explosionen in Brüssel am Flughafen und in der Metro verschärft die Bundespolizei ihre Kontrollen am größten deutschen Flughafen in Frankfurt. Man beobachte die Situation sehr genau, sagte deren Sprecher Christian Altenhofen heute. Die Beamten würden sensibilisiert und die Streifen in bestimmten Bereichen verstärkt. Einzelheiten wurden aus taktischen Gründen nicht genannt.

Die Bundespolizei überwacht die deutsche Außengrenze am Flughafen mit gut 2400 Beamten. Innenminister Peter Beuth (CDU) sagte in Wiesbaden, die Präsenz der Beamten sei in Hessen mit offenen und verdeckten Maßnahmen deutlich erhöht worden. Dazu zähle etwa die "Schleierfahndung", das sind verdachtsunabhängige Personenkontrollen. Wenn in der unmittelbaren Nähe Hessens - und dazu gehöre Brüssel - so ein Anschlag passiere, reagiere die Polizei sofort darauf. Es gebe aber keinen konkreten Anlass, der sich auf Hessen beziehe, sagte Beuth weiter.

Alles zu den Terroranschlägen in Brüssel

Hessens Regierungschef Volker Bouffier sprach von "barbarischen Anschlägen nicht nur auf Brüssel, sondern auf die Freiheit und Grundwerte Europas". Man werde sich vom Terrorismus aber nicht in die Knie zwingen lassen. Der CDU-Politiker sprach den Angehörigen der Opfer und dem belgischen Volk sein tiefes Mitgefühl aus. "Wir sind in Gedanken bei Ihnen."

Die Deutsche Bahn stellte den Zugverkehr zwischen Aachen und der belgischen Hauptstadt ein. Züge von Frankfurt über Köln nach Belgien endeten schon in Aachen, sagte ein Bahnsprecher am Dienstag. Das werde voraussichtlich den ganzen Tag so bleiben. Die Lufthansa strich sämtliche Flüge von und nach Brüssel.

Terrorangst: Belgien ruft höchste Warnstufe für Brüssel aus

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbil d)

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion