Weniger Krach als zulässig

Bericht: Flughafen Frankfurt erfüllt die Lärmgrenze-Vorgaben

Wiesbaden/Offenbach - Die Lärmobergrenze am Frankfurter Flughafen ist im vergangenen Jahr eingehalten worden. Das geht aus einem Bericht des Wirtschaftsministeriums hervor.

Das Konzept der Lärmobergrenze besagt, dass die Größe der vom Fluglärm betroffenen Gebiete deutlich kleiner bleiben muss als dies laut Planfeststellungsbeschluss zum Flughafenausbau im Jahre 2007 theoretisch möglich wäre.

So sieht der Planfeststellungsbeschluss vor, dass das Areal, in dem ein Tagesdauerschallpegel von 55 dB(A) erreicht wird („Hochbetroffenes Gebiet“), nicht größer werden darf als 29.994 Hektar. Die 2017 im Rahmen freiwilliger Absprachen eingeführte Lärmobergrenze erlaubt aber nur 22 .193 Hektar hochverlärmtes Gebiet rund um den Flughafen. Das tatsächlich mit einer derartigen Belastung überzogene Gebiet war 2017 aber „nur“ 16.955 Hektar groß.

Auch für „Höchstbetroffene Gebiete“ mit einem Tagesdauerschallpegel von 60 db(A) gibt es Obergrenzen. 12.758 Hektar dürften laut Planfeststellungsbeschluss derart verlärmt werden, die Lärmobergrenze gestattet 8815 Hektar. De facto derart mit Lärm überzogen wurden 6911 Hektar. 2018 werden es der Prognose zufolge rund 7400 Hektar sein.

Das Konzept der Lärmobergrenzen besagt damit nicht, dass die Zahl der betroffenen Gebiete und Menschen immer kleiner wird, sondern dass die zugelassene Maximalbelastung unterschritten werden muss. Auch die genaue Verteilung des Lärms kann sich je nach Auslastung der An- und Abflugkorridore verändern. Allerdings muss sich die Größe der betroffenen Fläche unterhalb des vorgeschriebenen Limits halten.

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Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) sagte gestern, er rechne damit, dass es auch in den kommenden Jahren keine Überschreitungen geben werde. Wenn die Airlines auf Rhein-Main künftig mehr fliegen wollten, müssten sie beim Lärmschutz weitere Fortschritte machen. Die Zahl der Flugbewegungen, die 2017 bei rund 470.000 lag, wird von der Regelung nicht betroffen. (mic)

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