Weniger Erwerbslose in Offenbach, Hanau, Dieburg, Hessen und Deutschland

Frühling am Arbeitsmarkt

Frankfurt- Dank der einsetzenden Frühjahrsbelebung ist die Zahl der Arbeitslosen im März weiter zurückgegangen - in Offenbach, Hanau, Hessen und Deutschland. Von Marc Kuhn 

In Stadt und Kreis Offenbach waren 16.335 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind im Vergleich zu Februar 254 Betroffene weniger. Gegenüber dem März des Vorjahres war eine Abnahme von 119 Personen zu verzeichnen, wie die Agentur für Arbeit Offenbach mitteilte. Daraus ergab sich eine Arbeitslosenquote von 6,6 Prozent gegenüber 6,7 Prozent im Februar und im März 2015. „Die Arbeitslosigkeit im Offenbacher Agenturbezirk ist saisonal zurückgegangen“, erklärte Thomas Iser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Offenbach. „Junge Leute konnten von der Entwicklung am meisten profitieren. Am Ausbildungsmarkt gibt es mehr offene Stellen und mehr Bewerber als vor einem Jahr. Hier wird in den kommenden Monaten noch viel in Bewegung geraten.“

In der Stadt Offenbach wurden 7232 Arbeitslose registriert, 1,7 Prozent weniger als im Februar. Im Vergleich zum März 2015 ergab sich ein Rückgang von 1,3 Prozent. Die Quote ging zurück auf 11,0 Prozent gegenüber 11,1 Prozent im Vormonat und 11,5 Prozent im März 2015. 9 103 Personen waren im Landkreis Offenbach arbeitslos gemeldet, 1,4 Prozent weniger als im Vormonat und 0,3 Prozent weniger als im März des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote blieb mit 5,0 Prozent unverändert gegenüber Vormonat und Vorjahr.

Die Arbeitslosigkeit ist auch in allen Geschäftsstellen zurückgegangen. Am Standortes Langen waren im März 3343 Erwerbslose gemeldet. Das sind 1,5 Prozent weniger als im Vormonat und 0,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote fiel auf 5,0 Prozent gegenüber 5,1 Prozent im Vormonat und Vorjahr. 3449 Betroffene waren im Bezirk Rodgau arbeitslos gemeldet, 0,9 Prozent weniger als im Februar und 0,8 Prozent weniger als im März 2015. Die Quote blieb stabil auf dem Vormonatswert von 5,4 Prozent, im März 2015 lag sie bei 5,5 Prozent. Im Seligenstädter Bezirk wurden 2 311 Erwerbslose gemeldet, 1,8 Prozent weniger als im Februar. Im Vergleich zum März 2015 ergab sich ein Anstieg von 1,0 Prozent. Daraus errechnete sich dieselbe Arbeitslosenquote wie im März 2015: 4,4 Prozent. Im Februar waren es 4,5 Prozent.

In der Stadt Hanau waren 4 104 Menschen arbeitslos, 23 weniger als im letzten Monat, wie die Agentur für Arbeit Hanau berichtete. Die Arbeitslosenquote ging zurück auf 8,6 Prozent gegenüber 8,7 Prozent im Vormonat, im März 2015 lag sie bei 9,3 Prozent.

Im März waren im Landkreis Darmstadt-Dieburg 7 268 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 188 Personen oder 2,5 Prozent gesunken, so die Agentur für Arbeit Darmstadt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Arbeitslosenzahl um 84 Betroffene oder 1,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,6 Prozent, im Vorjahr waren es 4,7 Prozent.

Im besten März seit 23 Jahren waren in Hessen noch 179.393 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Frankfurt berichtete. Das waren laut dpa 3418 Personen weniger als im Februar und sogar 4877 weniger als im März des Vorjahres. Die Quote sank im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Punkte auf 5,5 Prozent. Vom jahreszeitlichen Job-Aufschwung profitierten nahezu alle Gruppen mit Ausnahme der Ausländer. Hier steigen die Zahlen für Arbeitssuchende aus den außereuropäischen Asylzugangsländern. Ihre Zahl ist in Hessen innerhalb eines Jahres um 34,2 Prozent auf 11.721 Personen angewachsen, obwohl viele Flüchtlinge dem Arbeitsmarkt noch gar nicht zur Verfügung stehen

In Deutschland ist die Zahl der Arbeitslosen im März um 66.000 auf rund 2,85 Millionen zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 87.000 Erwerbslose weniger, wie die BA in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 6,5 Prozent. „Der Arbeitsmarkt hat sich insgesamt weiter positiv entwickelt. Zwar hat sich die Arbeitslosigkeit saisonbereinigt nicht verändert, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist aber erneut gewachsen“, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl stagnierte bundesweit bei gut 2,73 Millionen. Grund für den Rückgang der unbereinigten Arbeitslosenzahl war nach Angaben der Bundesagentur der übliche Frühjahrsaufschwung, der am Arbeitsmarkt im März beginnt. Nach dem Winter stellen vor allem witterungsabhängige Branchen wie der Bau wieder Mitarbeiter ein, die sich über die kalte Jahreszeit arbeitslos gemeldet hatten.

Der deutsche Durchschnittsbürger - Vermessung der Republik

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