Rotlicht-Etablissements und Szene-Kneipen

Zehntausende zu Bahnhofsviertelnacht erwartet

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Archivbild

Frankfurt - Rotlicht-Etablissements und Szene-Kneipen machen das Bahnhofsviertel zu Frankfurts schillerndsten Stadtteil. Ausgiebig erkunden lässt sich das Quartier kommenden Donnerstag beim jährlichen Straßenfest. Der Besucheransturm war zuletzt fast schon zu groß.

Der große Zulauf zu dem Straßenfest droht bald die Grenzen des Organisierbaren zu erreichen, wie die Stadt berichtete. Vergangenes Jahr seien rund 60.000 Besucher gezählt worden, mindestens ein ähnliches Aufkommen werde es voraussichtlich auch in diesem Jahr geben, sagte der Geschäftsführer der Tourismus und Congress GmbH, Thomas Feda. Wachse das Fest weiter, sei es aus Sicherheitsgründen fraglich, ob es in der bisherigen Form bestehen könne. Anfragen gebe es inzwischen weit über das Rhein-Main-Gebiet hinaus, sogar von Touristen aus dem Ausland.

Gesichert werde das Straßenfest unter anderem mit Betonsperren auf den Zufahrtsstraßen. Drei große Bildschirme mit Lautsprecheranlagen sollen die Besucher im Notfall aus dem Quartier lotsen. Als Konsequenz aus Problemen im vergangenen Jahr würden zudem mehr Toiletten sowie Mülltonnen für Glas aufgestellt, sagte Feda. Auch sei an die Mitwirkenden appelliert worden, keine Glasflaschen mehr auszugeben. Scherben hätten 2017 für großen Reinigungsaufwand gesorgt.

Bilder: Party im Bahnhofsviertel

Insgesamt 50 Angebote gibt es am Donnerstag, das Bühnenprogramm in der Taunusstraße beginnt um 18 Uhr mit einem multireligiösen Friedensgebet. Um Mitternacht soll das Fest enden, das die Stadt mit einem unteren sechsstelligen Betrag finanziert. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) sagte, im Mittelpunkt der Bahnhofsviertelnacht stünden die Vereine und Initiativen, die sich für das Quartier engagierten. Es handele sich um den vielfältigsten Teil Frankfurts, der zum Großteil eine gute Entwicklung genommen habe. Größte Bedrohung für die Anwohner seien Investoren, die Wohnungen kauften, sanierten und zu hohen Preisen wieder auf den Markt brächten. (dpa)

Die neue Webseite steht unter bahnhofsviertel-ffm.de zur Verfügung.

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