Zoll am Flughafen erwischt 21-Jährigen

Zehn Kilo Koks im Koffer-Zwischenboden

Frankfurt - Als die Zollmitarbeiter in den Koffer stechen, rieselt weißes Pulver heraus: Ein 21-Jähriger ist am Frankfurter Flughafen mit einem Koffer voller Kokain aufgeflogen.

Der junge Mann, der mit einer Maschine aus Sao Paulo in Brasilien kam, war den Mitarbeitern aufgefallen, weil er neben einem Rucksack einen schweren Koffer bei sich hatte. Ungewöhnlich für einen angeblichen Studenten, der angab, er wolle Europa kennenlernen, vor allem, weil die Flugroute nicht recht dazu passte, wie das Hauptzollamt Frankfurt am Freitag berichtete.

„Beim Anbohren des Kofferbodens rieselte ein weißes Pulver heraus“, berichtete Zoll-Sprecherin Christine Straß, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Frankfurt, von dem Vorfall am 7. Mai. Insgesamt befanden sich rund zehn Kilogramm unter einem Zwischenboden. Der Drogenkurier wurde vorläufig festgenommen, das Kokain beschlagnahmt. Der Schwarzmarktwert beläuft sich dabei auf rund 375.000 Euro.

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Im vergangenen Jahr hatte das Hauptzollamt Frankfurt bei 13.889 Aufgriffen am Flughafen rund 7045 Kilogramm Rauschgift sichergestellt. Das meiste war Khat (5815 Kilogramm), gefolgt von Haschisch und Marihuana (307), Kokain (94) Heroin (4) und „sonstige Rauschgifte“ wie Amphetamin oder Ecstasy (825). 57 Drogenkuriere wurden vorläufig festgenommen, 14 hatten als sogenannte Schlucker das Rauschgift im Körper. (dpa)

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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