Durch Spenden finanzierter Caddy eine riesige Erleichterung für das Mädchen und ihre Mutter

Samiras neues Auto ist da

Agnieszka Boller und ihre Tochter Samira freuen sich sehr, dass mit den Spendengeldern vieler Privatpersonen, Firmen und Institutionen aus Groß-Zimmern und anderen Orten ein Caddy Maxi angeschafft werden konnte. Sie bedanken sich bei allen Helfern und Spendern.
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Agnieszka Boller und ihre Tochter Samira freuen sich sehr, dass mit den Spendengeldern vieler Privatpersonen, Firmen und Institutionen aus Groß-Zimmern und anderen Orten ein Caddy Maxi angeschafft werden konnte. Sie bedanken sich bei allen Helfern und Spendern.

Groß-Zimmern – Nach gut zwei Jahren ist für Samira und ihre Mutter nun endlich ein lang ersehnter Wunsch wahr geworden: Durch eine regional angelegte Spendenaktion (der Lokal-Anzeiger berichtete) und die Unterstützung von vielen großzügigen Menschen konnte ein Caddy Maxi von Volkswagen für das 13-jährige, mit dem sogenannten Balkenmangel (eine angeborene Fehlbildung des Gehirns) geborene, Mädchen gekauft werden.

Der Jahreswagen bietet ausreichend Platz, damit Agnieszka Boller ihre Tochter Samira samt Rollstuhl, Einkäufen und weiterem Equipment, das sie für Ausflüge, Arztbesuche und Therapien benötigt, transportieren und sie im Zweifelsfall auch im Wagen einmal umziehen kann. „Wir freuen uns wahnsinnig über unser neues Auto, das uns den Alltag sehr erleichtert. Wir möchten uns bei allen Helfern und Spendern sehr herzlich für ihre Unterstützung bedanken, besonders bei denjenigen, die in den vergangenen Monaten Aktionen veranstaltet haben und uns den Erlös für das Auto haben zukommen lassen. Neben den vielen Privatpersonen, Firmen und Institutionen, die uns mit Rat, Tat und finanziellen Mitteln weitergeholfen haben, sind hier vor Ort die Nachbarn, die katholische Pfarrgemeinde Groß-Zimmern, das St. Josephshaus und die Caritas sowie das Kinderhilfswerk International Children Help e.V. (ICH e.V.) und die Theatergruppe „Spectaculum“ zu nennen“, sagt Agnieszka Boller, die von der großen Anteilnahme und Hilfsbereitschaft gerührt ist.

Die Anschaffung des Caddys war der erste große Schritt, in Kürze soll das Fahrzeug noch individuell auf Samira zugeschnitten werden. „Das Auto bekommt einen herausschwenkbaren Sitz sowie eine Rampe“, berichtet die Mutter weiter. Das bedeutet dann noch einmal Geduld haben, denn für das Abmessen, die individuelle Anfertigung des Sitzes und die Montage werden nochmals drei bis sechs Monate anberaumt. Bis dahin ist Agnieszka Bollers Muskelkraft gefragt: Sie trägt ihre mittlerweile über 40 Kilogramm schwere Tochter die Treppen von der Wohnung hinunter zum Parkplatz, hebt sie vom Rollstuhl auf den Beifahrersitz, dreht sie, schnallt sie an und macht das Ganze nach jedem Termin wieder in umgekehrter Reihenfolge. Die beiden sind ein eingespieltes Team, doch das Ganze geht an der 48-Jährigen nicht spurlos vorbei. Wenn der Autoumbau fertig ist und Corona es zulässt, hoffen Samira und ihre Mutter daher sehr, einmal auf große Fahrt gehen zu können: Ihr Ziel soll dann der Kupferhof in Hamburg sein. Hierbei handelt es sich um ein Kurzzeit-Zuhause für Kinder und Jugendliche mit Behinderung, die dort mit ihren Familien eine Auszeit vom Alltag nehmen und einen erholsamen Aufenthalt erleben können. Darüber hinaus hoffen sie in Hamburg auch Rolf Zuckowski persönlich zu treffen, da Samira seine Musik liebt, gerne zu Konzerten fährt und ihn bislang nur von DVDs kennt.

Von Martina Emmerich

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