Ein Händchen für Blumen

Hadamar: Hier blüht es das ganze Jahr

Im Garten von Christina Traversin wachsen 21 verschiedene Sorten von Krokussen.
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Im Garten von Christina Traversin wachsen 21 verschiedene Sorten von Krokussen.

Christina Traversin hat eine Leidenschaft für Krokusse in allen Variationen

Faulbach -Schon hunderte Besucher haben in den vergangenen Jahren das kleine Paradies der Eheleute Traversin bewundert, wenn dort am Tag der offenen Gärten zum Staunen und Fachsimpeln eingeladen wird. Doch nur wenige der Sommergäste wissen, dass die Blütenpracht dort bereits mit den ersten warmen Sonnenstrahlen erwacht. Eine Leidenschaft von Christina Traversin sind Krokusse. Allein von dieser aus dem Orient stammenden Pflanzenart gedeihen 21 verschiedene Sorten in ihrem Garten.

Kaum haben die Schneeglöckchen das Ende des Winters eingeläutet, stecken auch die Trikolore-Krokusse ihre Köpfchen aus dem Boden. "Wie der Name schon sagt, ist diese Art dreifarbig: außen lila, innen gelb und orange", erklärt die Hobbygärtnerin. Sobald diese Art verblüht, sind die hellvioletten Tommasin-Krokusse dran. Farbenfrohe Akzente setzen zusätzlich die sogenannten Gartenkrokusse, deren Blüten fast doppelt so groß sind, wie die der Tommasine. Die Gartenkrokusse gibt es in weiß und etlichen verschiedenen Schattierungen von gelb, orange und lila.

Ameisen verteilen die Samen

Viel Freude hat Christina Traversin auch an der großblütigen Sorte Pickwick, die sich durch wunderschön lila-weiß-gestreifte Blütenblätter auszeichnet. "Ich kaufe jedes Jahr 200 bis 250 Krokusse dazu", verrät sie und nennt sich selbst eine Blumen-Sammlerin. Fälschlicherweise würden die Frühblüher aus der Pflanzengattung der Schwertlilien oft den Zwiebelgewächsen zugeordnet. Tatsächlich besitzen sie jedoch eine einjährige Stängelknolle, aus der sich jedes Frühjahr eine oder auch mehrere neue Tochterknollen bilden.

"Nur wenn das Kraut der Krokusse bis in den Mai hinein stehenbleibt, werden im nächsten Jahr dort neue Blüten treiben", erklärt die Expertin.

Bei der Vermehrung von Schneeglöckchen setzt sie übrigens auf die Hilfe von Ameisen. Da die Samen eine süße Umhüllung haben, werden sie von den kleinen Krabbeltieren gern aufgenommen und so verteilt. Der relativ milde Winter habe dazu geführt, dass die Krokusblüte in diesem Jahr schon recht zeitig erfolgt. Darüber freuen sich Bienen und Hummeln, denn dieser Frühblüher mit seinen eiweiß- und vitaminreichen Pollen ist für sie eine wichtige Futterpflanze.

Einige Christrosen sind erfroren

Wenn auch Schneeglöckchen und Krokusse mit dem strengen Frost im Februar keine Probleme hatten, so sind doch einige der Christrosen im Traversinschen Garten erfroren. "Anders als der Name vermuten lässt, haben die meisten Christrosen ihre Hauptblütezeit im Februar", erklärt die 47-Jährige und zeigt ein Exemplar mit zweifarbigen Blüten, welches es geschafft hat, dem Frost zu trotzen. Im Übrigen würden diese winterharten Zierstauden oft bis zu hundert Jahre alt. So werden auch die Christrosen, deren Blüten die kürzliche Kälte nicht überlebten, im kommenden Jahr gewiss wieder blühen.

Die Eheleute Traversin haben ihr grünes Idyll so angelegt, dass es dort im ganzen Jahr blüht. Bereits gut erkennbar sind die Osterglocken und auch die ersten Tulpen zeigen ihre Spitzen. Ist die Wachstumsphase der Frühlingsblumen vorbei, kommt die Zeit des Zierlauchs. Auch von dieser Gewächsart hat die Gärtnerin unzählige Variationen gesammelt.

Ob es auch Blühpflanzen gibt, mit denen Christina Traversin nicht zurechtkommt? "Azaleen und Rhododendron wachsen bei uns leider nicht", bedauert sie. "Denen gefällt unser Boden nicht."

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