Ziemlich hohe Alarmstufe

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Entwickelte mal wohlige Wärme, aber keine Sprengkraft: Eine alte Bettflasche sorgte für Aufregung.

Hainstadt (mho) ‐ Hohe Alarmstufe galt dieser Tage auf einer Baustelle im Hainburger Ortsteil Hainstadt. Bei Erdarbeiten zur Errichtung einer Hochwasserschutzwand stieß der Baggerfahrer der Mainhausener Artur Bott Bau GmbH am Mainuferweg auf einen verdächtigen, metallenen Gegenstand.

Er war 30 Zentimeter lang, 20 Zentimeter breit und tief, in runder Form. „Auch nach näherer Besichtigung konnte unser Baggerfahrer diesen Gegenstand nicht genauer idendifizieren und glaubte einen Sprengkörper entdeckt zu haben, da auch eine Erhöhung darauf zu sehen war, die einem Zünder glich“, beschreibt Firmenchef Bott die Szene.

Die Polizei wurde gerufen, doch auch die Beamten konnten den Gegenstand auf Anhieb nicht eindeutig zuordnen. „Es wurden Fotos gemacht, und man teilte uns mit, dass eine Polizeistreife mit einem Sprengstoff-Hund vorbeikommt. Die ersten Beamten rückten wieder ab, der Streifenwagen mit dem Sprengstoff-Hund kam. Aber das Tier zeigte an allem Interresse, bloß nicht an dem vermeintlichen Sprengsatz“, so erzählt Artur Bott weiter.

Mit der Maßgabe, dem verdächtigen Gegenstand keinesfalls zu nahe zu kommen, rückte das Polizeikommando samt Hund wieder ab, um von einem weiteren Streifenwagen abgelöst zu werden.

Da kam ein älterer Passant an der Baustelle am Mainuferweg vorbei, blickte auf das Metall-Fundstück und sagte, es handele sich um eine Bettflasche wie sie in den 30er und 40er Jahren benutzt wurde - aus Metall in ovaler Form mit einem Einfüllstutzen für das heiße Wasser. „Bei unserem Baggerfahrer und wohl auch bei den Polizisten handelte es sich um junge Leute - und die kennen solche Wärmflaschen eben nicht mehr“, schmunzelte Artur Bott.

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