Bürgerversammlung in Hainburg zum neuen ÖPNV-Angebot

Gut angebunden mit Bus und Bahn

Klein-Krotzenburg - Die Änderungen im Nahverkehrsplan gereichen den Hainburgern eher zum Vorteil. So der Tenor in der Bürgerversammlung, wo das Thema auf der Tagesordnung stand.

Andreas Maatz und Klaus Böttcher (rechts) von der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach informieren bei der Bürgerversammlung in Hainburg über Änderungen beim Nahverkehrsplan. Mit auf dem Podium (von links): Christoph Kopp (Ordnungsamtsleiter), Bürgermeister Bernhard Bessel, Gemeindevertretervorsteher Oliver Möser und Erster Beigeordneter Alexander Böhn.  

Nur etwa zwei Dutzend Interessierte waren am Donnerstagabend ins Foyer der Kreuzburghalle gekommen, darunter viele bekannte Gesichter aus der Lokalpolitik. Vom Fahrplanwechsel zum 11. Dezember 2016 sind auch die Hainburger betroffen. Der Geschäftsführer der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach (kvgOF), Andreas Maatz, der das neue Nahverkehrsplan- Konzept gemeinsam mit Kollege Klaus Böttcher derzeit im Kreisgebiet vorstellt, erklärte in der Bürgerversammlung, es werde bis zu den Sommerferien getestet, dann gebe es etwaige kleinere Anpassungen. Hainburg profitiert vor allem vom dichten Takt der Odenwaldbahn, deren Züge neue Bezeichnungen haben: der RE 64 Erbach-Frankfurt heißt jetzt RE 85, die RB 64 Groß-Umstadt-Hanau läuft unter RB 86. Von Hainstadt nach Hanau gibt es Montag bis Freitag bis in die Nachtstunden 27 Fahren, in Gegenrichtung sogar 29. „Eine ganze Menge“, bilanzierte Maatz. Die Buslinie 567, die zwischen Klein-Krotzenburg (Ostring) und Hanau-Hbf diverse Haltestellen bedient, hält auch am Hainstädter Bahnhof. Zwischen Klein-Krotzenburg, Seligenstadt und Mainhausen wurde die Linie eingestellt, es wird auf das Parallelangebot von Odenwaldbahn und Buslinie OF-86 verwiesen.

Die OF-86 bleibt auf der Hauptlinie zwischen Mainhausen, Seligenstadt und Obertshausen für Hainburg unverändert, zwischen Bahnhof Obertshausen und Hainburg wurde das Angebot ausgeweitet. Durch regelmäßige Fahrzeiten der Linien 567 und OF-86 alle 30 beziehungsweise 60 Minuten, die jetzt auch abends und sonntags verkehren, wurde das Anrufsammeltaxi AST OF-87 aufgegeben. In Obertshausen gibt es nach Auskunft der Fachleute mit der OF-86 mehrere gute Anschlüsse an Busse und S-Bahn. In Seligenstadt wird der Bahnhof nun von beiden Seiten angefahren; die Schülerbusse halten nicht mehr direkt vor den Schulen, zu Spitzenzeiten werden Gelenkbusse eingesetzt.

Bus, Bahn und Tram -Metropolen im Test

Die neue Verbindung nach Bayern mit der Linie 58 können die Hainstädter nutzen, indem sie mit Bus oder Bahn nach Seligenstadt fahren und dort in Richtung Aschaffenburg umsteigen. Die Anschlüsse seien aber leider nicht optimal, räumte Andreas Maatz ein, man wolle den Übergang noch verbessern. Der Geschäftsführer stellte auch die Firma Transdev Rhein-Main GmbH vor, die mit ihrer Busflotte „Alpina“ der Linien 85, 86 und 567 neuerdings im Auftrag der KVG verkehrt. In diesem Zusammenhang berichteten in der anschließenden Bürgerfragerunde zwei Besucher, der Busfahrer habe im Fahrzeug keine Tickets verkaufen können. Maatz nannte technische Probleme in den Anfangszeiten, erwähnte aber auch Notfahrscheine, die zur Verfügung stehen, wenn der Drucker mal ausfällt. Kunden sollten sich bei der KVG melden, wenn solche Vorfälle auch in Zukunft aufträten.

Außerdem wurden die teuren Bahntickets von über acht Euro nach Frankfurt moniert, was Andreas Maatz bestätigte. Er verwies jedoch auf den aktuellen Probelauf des RMV zu entfernungsabhängigen Tarifen: „Sie können jetzt Proband sein.“ (sam)

Rubriklistenbild: © Bonifer

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