„Ein Beispiel an unserer Nachbarstadt Hanau nehmen“

BFH-Antrag zur Abschaffung von Straßenbeiträgen steht zur Debatte

Hainburg - Die Bürger für Hainburg (BFH) hatten kurz vor der Sommerpause einen Antrag eingebracht, auf die Erhebung von Anliegergebühren für grundhafte Sanierungen von Gemeindestraßen ab dem 1. Januar 2019 zu verzichten.

Dieser Antrag steht nun auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung am Montag, 3. September (19.30 Uhr, Sitzungssaal der Feuerwehr Klein-Krotzenburg, Kirchstraße 61). Wie berichtet, sind nach Ansicht der BFH die Anliegergebühren „ungerecht gegenüber den Anwohnern, da die Straßen nicht nur von den dortigen Grundstückseigentümern, sondern von allen Verkehrsteilnehmern benutzt werden und deshalb auch die Allgemeinheit die Sanierungskosten übernehmen sollte“. Die finanzielle Situation der Gemeinde Hainburg sei nach Auskunft von Bürgermeister Alexander Böhn (CDU) gut. Allein durch die letzte Grundsteuererhöhung nehme die Gemeinde jedes Jahr rund 800.000 Euro mehr von den Grundstückseigentümern ein.

Nach der Änderung der Rechtslage durch die schwarz-grüne Landesregierung ist es den Kommunen in Hessen inzwischen anheimgestellt, Anliegerbeiträge bei grundhaften Sanierungen von Gemeindestraßen zu erheben – oder eben nicht. Nach Ansicht der BFH sollte Hainburg deshalb im Interesse der Bürger dem Beispiel anderer Kommunen folgen und per Beschluss künftig auf Straßenbeiträge verzichten. Eine solche Sanierung steht, wie kürzlich berichtet, demnächst in der Schillerstraße in Hainstadt an. Dort werden Anliegerbeiträge fällig.

Das sind die gefährlichsten Straßen der Welt

Trollstigen, Norwegen: Der Name der Straße bedeutet "Leiter der Trolle" und ist bei Touristen äußerst beliebt. Die Strecke besteht aus elf Haarnadelkurven und bis zur Passhöhe hat die Straße eine Steigung von rund zwölf Prozent. Dabei geht es rund 400 Meter bis auf eine Höhe von 850 Metern über dem Meeresspiegel. Ein Teil der Trollstigen führt über einen Wasserfall. Befahren werden kann die Straße nur im Sommer von Mitte Mai bis Ende September.

Dalton Highway, Alaska: 666 Kilometer führt der Dalton Highway durch die Leeren von Alaska. Die ungeteerte Straße ist vor allem wegen der strengen Winter in einem schlechten Zustand. Die Straße führt von Fairbanks in Zentralalaska nach Deadhorse Nahe dem Polarkreis.

Transfogarascher Hochstraße, Rumänien: Die Straße liegt mitten in den Karpaten und bietet zahlreiche Kurven, die zum Teil über Viadukte führen, sowie Tunnel. Die anstrengende Fahrt auf der Transfogarascher Hochstraße lohnt sich aber. Denn Aussicht ist atemberaubend.

Gotthardpass, Schweiz: Bereits im Mittelalter war der Gotthardpass eine der wichtigen Nord-Süd-Verbindungen über die Alpen. Wie damals ist der Pass heute einer der anspruchsvollsten der Schweizer Alpen. Der 64 Kilometer lange Weg schlängelt sich von einer Seite zur anderen und belohnt Autofahrer mit beeindruckender landschaftlicher Schönheit.

Yungas-Straße, Bolivien: Von La Paz führt die 80 Kilometer lange Yungas-Straße nach Caranavi. Bis 2007 galt sie als gefährlichste Straße der Welt und trug den Beinnamen "Todesstraße". Mittlerweile führt eine neue, sichere Straßen in den Norden Boliviens. Die alte Yungas-Straße wird nicht mehr so stark befahren und wird mittlerweile hauptsächlich von Mountainbikern genutzt.

Atlantikstraße, Norwegen: Die Atlantikstraße zwischen Molde und Kristiansund zählt zum norwegischen Bauwerk des Jahrhunderts. Eigentilch sollte es eine Eisenbahnstrecke werden, aber nun dürfen Autos die rund acht Kilometer lange Strecke befahren. Sie besteht aus acht Brücken und führt über zahlreiche Inseln im Atlantik.

Col de la Bonette, Frankreich: Auf 2.000 Metern Höhe in den französischen Alpen führt der Pass "Col de la Bonette". Die Straße bietet steile und unvorhersehbare Kurven. Fahrer mit wenig Erfahrung sollten den Pass besser meiden. Bereits vier Mal war die Straße auch Teil der Tour de France; zuletzt 2008.

Kolyma, Russland: Die Einheimischen nennen die Straße auch "Straße der Knochen" oder "Straße des Todes", da beim Bau Gulag-Häftlinge ihr Leben verloren. Eigentlich ist Die Kolyma-Straße nach einem benachbarten Fluss benannt. Insgesamt 1826 Kilometer schlängelt sich die Straße durch den Nordosten Russlands.

Khardung La, Indien: Der Gebirgspass gehört mit seinen etwa 5350 Metern zu den höchsten der Welt. Aufgrund von Grenzkonflikten zwischen Indien, Pakistan und China ist die Straße vor allem Militärfahrzeugen vorbehalten, kann aber auch von Privatpersonen befahren werden. Dabei werden sie aber an Kontrollpunkten der Armee überprüft. Auch im Sommer ist Khardung La wegen Schnee nur schwer passierbar.

„Wir sollten uns ein Beispiel an unserer Nachbarstadt Hanau nehmen“, meint BFH-Fraktionschef Wigbert Appel. Dort haben die Stadtverordneten in der vergangenen Woche einstimmig den entsprechenden Beschluss gefasst. (kd)

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