Für die Einführung der Biotonne

Hainburg - (mho) Eine Halbzeitbilanz der Legislaturperiode zogen Hainburgs Grüne während ihrer Klausur in Rimhorn im Odenwald. Viele der im Wahlprogramm angekündigten Projekte und Forderungen seien inzwischen realisiert oder auf einem guten Weg, sagt Parteisprecher Thorwald Ritter.

Er nennt die Beispiele Bahnunterführung, Kinderbetreuung, Bachrenaturierung und Energiesparmaßnahmen.

Die Forderung, die Abfallverwertung in Hainburg mit der Einführung einer Biotonne ähnlich wie in Großkrotzenburg zu verbessern, bekräftigte die Öko-Partei nach dem Besuch der Bioabfallkompostierungsanlage in Semd. Mit einem entsprechenden Prüfantrag soll der Weg für die Einführung geebnet werden. Das vorbildliche Abfallkonzept des Landkreises Darmstadt-Dieburg mit seiner kostengünstigen Abfallentsorgung stellte Betriebsleiter Dr. Armin Kehrer dar - „überzeugend“, wie die Hainburger Grünen fanden. Kehrer verwies auch auf dem jüngsten vergleichenden Prüfbericht des Landesrechnungshofes.

Auch den Standort für die inzwischen genehmigte Erweiterung des Windparks Binselberg bei Groß-Umstadt/Raibach besichtigte die Öko-Partei während der Klausurtagung. Da diese Erweiterung in einem Waldgebiet geplant ist, erörterten sie die strittigen Punkte mit einem Vertreter der Betreiber-GmbH.

Grundsätzlich unterstützt die Grünen-Fraktion Hainburg den Bau einer Moschee durch den Türkisch-Islamischen Kulturverein im Neubaugebiet Löschem an der Straße Am Langen Gewann. „Wir erhoffen breite Unterstützung im Gemeindeparlament für dieses im Grundgesetz verbriefte Anliegen der moslemischen Bürger“, sagt Ritter.

Auch zum Thema dritter Bauabschnitt Umgehungsstraße Seligenstadt mit den drei bekannten Planfällen oder Varianten, von denen zwei über Hainburger Gelände führen, haben Hainburgs Grüne eine Position erarbeitet. Sie plädieren für die kürzeste und kostengünstigste Variante, die westlich der Sparkasse beginnt, die Bahnlinie auf Höhe Ferdinand-Porsche-Straße unterführt und sich an den Kreisel Ellenseestraße anschließt. „Das Naherholungsgebiet zwischen dem Stadtteil Niederfeld und dem Krotzenburger Fasanengarten sowie Elmstal wird dadurch nicht zerschnitten und der Stadtteil Niederfeld nicht von vier Straßentrassen eingerahmt.“

Rubriklistenbild: © pixelio

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare