Sammelbüchs' gehört zum Zug-Inventar

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Kunterbunter Kinderfastnachtszug in Hainstadt

Hainstadt (paw) ‐ Er ist zwar „schon“ 37 Jahre alt, doch energiegeladen, kreativ, lebendig, von ansteckend guter Laune, und seine Anziehungskraft ist ungebrochen: Tausende begeisterter junger und junggebliebener Besucher säumten am gestrigen Sontagnachmittag die Straßen des Hainburger Ortsteils Hainstadt.

Von dort aus beobachteten sie den traditionellen Kinderfastnachtszug - die Ouvertüre für die närrischen Umzüge im Ostkreis. Mehr als 400 bunt und phantasievoll gekleidete Teilnehmer machten sich in 60 Zugnummern auf den Weg durch den westlichen Teil des Hainburger Ortsteils, vorbei an jubelnden und staunenden Kindern und freudig mitfeiernden Eltern.

Die Umzug in Bildern:

Kunterbunter Kinderfastnachtszug in Hainstadt

Was seinen Reiz nicht nur für die Zuschauer an den Straßen, sondern auch bei den Teilnehmern im närrischen Lindwurm ausmacht, ist seine geschickte Inszenierung durch Wolfgang Ochmann, den großen Zampano, der den Zug seit Jahren als große Spendensammelaktion installieren konnte. „Unser Zug ist der einzige im ganzen Umland, der keinen Cent kostet. Im Gegenteil. Zum Tross gehören unsere ,Geldeintreiber' mit 20 Sammelbüchsen. Sie bitten die Menschen an der Strecke um eine Spende für einen gute Zweck.“ Selbst für den Schirmherren, Bürgermeister Bernhard Bessel, ist es eine Ehre dabeizusein. Mit ihm unterwegs sind auch der Klein-Krotzenburger ÖVV-Vorsitzende Theo Scholz und Heinz Seipel, Vorsitzender des Hainstädter Kulturausschusses. „Die Kollekte stiften wir je zur Hälfte dem Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden und dem Förderverein unserer Johannes-Gutenberg-Schule.

Am Aufstellort vor der Sonnen-Apotheke an der Königsberger Straße heizten Ochmann und sein Team der Menge schon vorab mächtig ein. Damit niemand schwächelt, gab es eine große Kuchentheke, Erbsensuppe aus einem 35-Liter-Bottich, Kaffee und heißen Äppelwoi. Zudem waren 150 Kisten á 25 Köhler-Schokoküsse geordert. Alles gespendet, der Verkaufserlös fließe in die Spendensumme mit ein, versicherte der Organisator. Bevor der Schirmherr Bessel um 14.14 Uhr das Signal zum Losmarschieren gab, hatte Ochmann noch eine Aufruf für die Akteure parat: „Bitte kein Konfetti werfen, damit unsere Straßen sauber bleiben.“

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