Fischbestand im Elmstal-See

Nahrung für den Eisvogel

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Die Naturschützer und ihre Helfer beim Abfischen auf dem Elmstal-See.

Hainburg - Den ersten richtig warmen Frühlingstag haben Mitglieder der NABU-Gruppe Hainburg genutzt, den vereinseigenen See im Elmstal abzufischen. Die Naturschützer wollen das Gewässer, wie berichtet, „Eisvogel gerecht“ gestalten.

Dieser Schritt diente dazu, das Nahrungsangebot für den Vogel anzupassen. Unterstützung bekam die Gruppe von Familie Lierz von der Fischzucht Wetterfeld, die für nachhaltige und ökologische Zucht einheimischer Biotop- und Speisefische steht, sowie Vertretern der Bürogemeinschaft für Fisch- und gewässerökologische Planungen (Frankfurt-Marburg). Den ganzen Tag über haben die Helfer mittels der Methode der Elektroabfischung und mit Stellnetzen vorwiegend Raubfische abgefischt, die in einer unglaublichen Anzahl den See bevölkerten. Auch einige überalterte und nicht mehr laichfähige Graskarpfen und Brassen wurden entnommen. Alle gefangenen Fische wurden in großen Behältern transportiert und umgesetzt.

Als fleißigster Ruderer in den beiden Booten erwies sich der NABU-Vorsitzende Manfred Gutermuth. Mehrere Stunden drehte er mit dem Ruderboot Runde um Runde und brachte die Elektro-Fischer zu den entlegensten Ecken. Ewald Erlacher, Thorwald Ritter und Gerd Simmat unterstützten soweit es ging vom Ufer aus und nahmen dort die Fische entgegen.

Am Abend wurde das Abfischen eingestellt, und die Naturschützer gaben den ersten neuen Fischbesatz ins Wasser. Nun bevölkern tausende von Bitterlingen und Moderlieschen den Elmstal-See. Weiterhin wurden zahlreiche größere laichbereite Karpfen und Rotfedern eingesetzt. Auch über 100 Teichmuscheln für die Bitterlinge wurden verteilt. „In einigen Monaten wird der See auf Sicht überprüft und eventuell ein weiterer Besatz stattfinden“, kündigt Erlacher an. Für die NABU-Gruppe war es ein ereignisreicher Tag.

kd

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