BFH befürchten zusätzliche Belastung für Hainburg

Fragen zu Plänen bei Staudinger

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Kraftwerk Staudinger

Hainburg - Nach dem Bericht in der Offenbach-Post über die Pläne auf dem Gelände des Kraftwerks Staudinger in Großkrotzenburg sorgen sich die BFH über mögliche Auswirkungen für Hainburg.

Unter anderem will der Betreiber Uniper mindestens zwei Großverbraucher neben dem Kraftwerk ansiedeln, um den unwirtschaftlichen Steinkohle-Meiler besser auszulasten. So ist vorgesehen, auf dem Kraftwerksgelände und dem angrenzenden Areal ein Großrechenzentrum und eine Aufbereitungsanlage für Alt-Asphalt zu bauen.

Unter anderem soll teerhaltiger Asphalt „thermisch gereinigt“, also bei Temperaturen über 850 bis 1050 Grad von ölhaltigen Schadstoffen befreit werden. Die als krebserregend eingestuften organischen Bestandteile lösen sich nach Angaben der Verantwortlichen bei den hohen Temperaturen auf; zurückbleiben sollen sauberer Sand, Kies und Geröll, die als Baumaterial weiter verwendbar wären. Als Abwärme liefere der Prozess rund 90 Gigawatt jährlich fürs regionale Fernwärmenetz. Weiterhin hieß es, bis zu 500.000 Tonnen Alt-Asphalt und teerhaltiger Bauschutt könnten jährlich bei Staudinger verarbeitet werden.

Tag der offenen Tür im Staudinger-Kraftwerk

Die BFH um Fraktionsvorsitzenden Wigbert Appel hat dazu eine Reihe von Fragen an den Gemeindevorstand gerichtet, will unter anderem wissen, wann dieser über die Pläne informiert wurde und welches Mitspracherecht die Gemeinde Hainburg und der Kreis Offenbach bei der vorgesehenen Ansiedlung dieser Firmen haben. Und: Wie werde sichergestellt, dass es nicht zu einer gesundheitlichen Belastung und zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen für Hainburg komme? Die BFH regen außerdem an, den Bau- und Umweltausschuss über die Pläne zu informieren bzw. einen Vertreter von Uniper einzuladen, der diese vorstellt. (kd)

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