Gemeindevorstand plant Vorlage an die Gremien

Gebührenbefreiung in Hainburger Kitas im Gespräch

Wie Seligenstadt plant Hainburg bei Verzicht auf Betreuung die Freistellung von Gebühren.
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Wie Seligenstadt plant Hainburg bei Verzicht auf Betreuung die Freistellung von Gebühren. Symbolfoto: DPA

Hainburg – Über die Umsetzung der neuen und verlängerten Regelungen in den Kindertagesstätten sprachen Hainburgs Bürgermeister Alexander Böhn und Erster Beigeordneter Christian Spahn mit den Trägern der Kitas. Ziel ist ein möglichst abgestimmtes Vorgehen in der Kommune.

Dabei spielt auch die Frage, wie mit den Gebühren umgegangen werden kann, eine Rolle. Das Land Hessen hat weiterhin kein Betretungsverbot ausgesprochen, sodass die Kitas dem Grunde nach für alle Familien offen sind und der gesetzliche Anspruch auf eine Betreuung bestehen bleibt. Dennoch appelliert das Land an die Eigenverantwortlichkeit der Eltern, ihre Kinder nur dann in den Einrichtungen betreuen zu lassen, wenn es unbedingt notwendig ist. Um eine Durchmischung der Gruppen weitgehend auszuschließen, haben viele andere Städte und Gemeinden darüber hinaus in den meisten Fällen ihr Angebot zeitlich eingeschränkt. „Wir unterstützen die Strategie, Kontakte soweit wie möglich einzuschränken, ausdrücklich. Deshalb schließen wir uns dem Appell, die Betreuungseinrichtungen nur dann zu nutzen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, ausdrücklich an“, so Bürgermeister Böhn.

Die Hainburger Verwaltungsspitze verweist in diesem Zusammenhang auf die Regelung, dass seitens des Gesetzgebers zusätzlich zehn Tage Kinderkrankengeld pro Elternteil gewährt wird, um die Betreuung zu Hause sicherzustellen und die finanziellen Einbußen zu minimieren. Weiterhin wollen Böhn und Spahn Gemeindevorstand und Gemeindevertretung einen mit den Trägern abgestimmten Vorschlag unterbreiten, dass Familien, die die Betreuung in dieser Zeit nicht in Anspruch nehmen und den Appellen folgen, von den Gebühren freigestellt werden sollen und dies mit den eingezogenen Gebühren verrechnet wird. „Wir sind uns dessen bewusst, dass die vorhergehenden und aktuellen Regelungen für alle eine große Herausforderung und oft auch eine Belastung darstellen und bedanken uns deshalb ausdrücklich bei Eltern und Erzieherinnen für deren Einsatz und gegenseitige Rücksichtnahme“, so Spahn.  mho

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