Gemeinnützige Baugenossenschaft erinnert an Gründung und erste Hochhäuser

Erste Grundstücke von Land und Kirche

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Die Mehrfamilienhäuser der Baugenossenschaft an der Jahnstraße in Klein-Krotzenburg. Diese wurden, wie viele andere Liegenschaften auch, mit einer Wärmedämmung ausgestattet.  

Klein-Krotzenburg - Viele Bürger führten in der Nachkriegszeit ein bescheidenes Dasein, und die Wohnungsnot war seinerzeit auch in Klein-Krotzenburg zu spüren.

In einer Bürgerversammlung im Jahr 1946 wurde deshalb beschlossen, ein gemeinnütziges Wohnungsunternehmen zu gründen. Mit der Eintragung der Genossenschaft beim Amtsgericht Seligenstadt am 20. September 1946 konnte diese mit ihrer Arbeit beginnen.
Die Gemeinde bzw. Baugenossenschaft besaß zu dem Zeitpunkt noch kein eigenes Land, erwarb die ersten Baugrundstücke vom Land Hessen und der katholischen Kirchengemeinde. Nach etwa eineinhalbjähriger Bauzeit konnte das erste Haus im Dezember 1950 bezogen werden. Bis Ende 1953 wurden insgesamt 27 Einfamilienhäuser mit 54 Wohnungen in Eigenhilfe gebaut. Bis Ende 1959 folgten weitere Häuser mit 158 Wohnungen, darunter auch das erste Mehrfamilienhaus im Kappesweg.

Der Bedarf an Mietwohnungen stieg weiterhin stetig an. Die Genossenschaft trug zur Linderung der Wohnungsnot bei und griff vor allem jungen Ehepaaren unter die Arme. Gegen Ende der sechziger Jahre wurden 280 Wohnungen errichtet. Dazu gehörten sechs viergeschossige Mehrfamilienhäuser sowie 135 Ein- und Zweifamilienhäuser.

Als Hauptsiedlungsgebiete hat die Baugenossenschaft das Gebiet am Kappes- und am Bettenweg, die Flächen der Kirchstraße und die der Spessartstraße erschlossen. Zum 25. Jubiläum 1971 wurde das erste Hochhaus an der Liebigstraße 10 fertiggestellt. Im Jahr darauf plante die Genossenschaft den Bau weiterer Reihenwohnhäuser am Ostring.

Das Hochhaus Hessenstraße 2 konnte Ende 1973, das Hochhaus Geschwister-Scholl-Straße 34 Ende 1975 bezogen werden. Mit dem Bau der Hochhäuser wollte die Genossenschaft dazu beitragen, dass alte und junge Menschen miteinander in Verbindung bleiben.

Gegen Ende der Siebzigerjahre stellte die Gemeinde weiteres Baugelände für Sozialwohnungen zur Verfügung. So wurden 1980 die Mehrfamilienhäuser an der Fahrstraße gebaut. Hinzu kamen 1984 die Mehrfamilienhaüser an der Geschwister-Scholl-Straße 20-22 und 1988 die an der Herderstraße 24-28.

Bilder: Oktoberfest der Germania Klein-Krotzenburg

Seitdem investiert die Genossenschaft hauptsächlich in die Instandhaltung der Wohnbauten. Wärmedämmungen und energetische Sanierungen wurden ausgeführt, der Energieverbrauch der Häuser dadurch spürbar gesenkt. Zusätzlich erhielt die Hessenstraße 2 ein Blockheizkraftwerk.

Im Hinblick auf die Lage am Wohnungsmarkt will die Baugenossenschaft Klein-Krotzenburg auch in den kommenden Jahren in die Instandhaltung und Modernisierung des Wohnungsbestandes investieren. (zbo)

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