Wie ein kleines Dorf

Kiefernhain-Kita erhält neues Betreuungsgebäude: Nachhaltige Bauweise

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Erster Spatenstich für das neue Domizil der U3-Betreuung in der Kita am Kiefernhain in Hainburg.

Beim ersten Spatenstich durfte am Montag auch die Kinder ran. Die Kindertagesstätte am Kiefernhain in Hainburg erhält ein Betreuungsgebäude mit drei Gruppen für Mädchen und Jungen unter drei Jahren.

Rund zwei Millionen Euro investiert die Gemeinde am Standort Kiefernhain, die zu einem Teil aus Bundesmitteln refinanziert werden.

Die Kita steht unter der Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinde Hainburg und so begrüßten Bürgermeister Alexander Böhn und Erster Beigeordneter Christian Spahn auch Wolfgang Barth als Vertreter des Kirchenvorstands, Pfarrerin Kathrin Brozio und Dekan Carsten Tag zum ersten Spatenstich der Kita-Erweiterung. Auch fast alle Kindergartenkinder, Erzieherinnen und Erzieher sowie die komplette Kita-Leitung waren dabei und begleiteten den Spatenstich mit zwei schönen, aufs Bauen abgestimmten Liedern.

Aus der ursprünglichen Idee eines Provisoriums aus Containern ist ein Neubau geworden, der den Ansprüchen an eine frühkindliche Betreuung gerecht werden soll. Der Neubau, der ausschließlich für unter dreijährige Kinder gedacht, geplant und gebaut wird, ergänzt die bestehende Kita. „Da eine Erweiterung des Gebäudes nicht möglich war, sind wir einen anderen Weg gegangen und haben uns für einen eigenständigen Neubau ausschließlich für unsere Kleinsten entschlossen“, so Bürgermeister Alexander Böhn. Auch beim neuen Gebäude hat sich die Gemeinde für eine nachhaltige Bauweise aus gedämmten Ziegelsteinen und einem begrünten, leicht geneigten Flachdach entschieden, das sich neben dem bestehenden Gebäude und dem Kieferhain sehr gut einfügt und seinen Platz findet. Das anfallende Regenwasser versickert zudem direkt vor Ort und kommt so wieder in den natürlichen Kreislauf.

Der Neubau, so der Bürgermeister, sei vom architektonischen Grundgedanken einem kleinen Dorf nachempfunden und hat eine Nutzfläche von rund 650 Quadratmetern. Um einen in zentraler Lage geplanten „Dorfplatz“, eine Aula mit großzügigem Begegnungs- und Multifunktionsbereich, sind drei Gruppenhäuser mit jeweils einem Sanitärbereich und ein Verwaltungs- und Küchenbereich angesiedelt. Für die Kinder stehen so drei Gruppenräume mit jeweils eigenen Schlaf- und Sanitärräumen zur Verfügung, „sodass auch bei diesem Gebäude die hohen Standards im Bereich der U3-Betreuung in der Gemeinde Hainburg fortgesetzt werden.“

Der Bruttorauminhalt des neuen Betreuungsgebäudes beträgt 4 452 Kubikmeter, Grundflächen- und Geschossflächenzahl unterschreiten die zulässigen Werte im Bebauungsplan. „Ein deutliches Indiz für die großzügige und an Bestand und Umgebung orientierte Bebauung am Kiefernhain.“ Besonders erfreulich sei, so Bürgermeister Alexander Böhn weiter, dass neben der Hainburger Architektin Verena Bauer für den Rohbau die ebenfalls ortsansässige Firma R+H Bau das wirtschaftlichste Angebot unterbreitet und den Zuschlag erhalten habe. (mho)

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