Im Frühjahr soll’s losgehen

Planungen für Rathausneubau werden konkreter

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Rathausneubau mit zwei Innenhöfen: Der Entwurf des Studios Bornheim hatte den Architektenwettbewerb gewonnen. Baubeginn soll 2020 sein.

Die Frage nach Zeitplan und Gesamtkostenschätzung für den Rathausneubau stellten die Gemeindevertreter in der gemeinsamen Sitzung von Haupt- und Finanz- sowie Bauausschuss.

Hainburg – Beim zweiten Punkt vermissten Vertreter aus den Oppositionsparteien eine zufriedenstellende Antwort. Den Zeitplan skizziert Architekt Peter Ritter vom Studio Bornheim wie folgt: Baubeginn könnte im März nächsten Jahres sein, die Fertigstellung nach einer Bauzeit von 13 bis 14 Monaten im April 2021. Das setzt voraus, dass der Bauantrag im kommenden Herbst eingereicht wird.

Die Vorplanung für den Neubau ist abgeschlossen, die Fachplaner sind beauftragt. Die Entwurfsplanung ist derzeit in Arbeit.

Peter Ritter stellte den Gemeindevertretern noch einmal die Raumaufteilung des zweistöckigen Gebäudes vor und skizzierte die Kosten für Bauwerk und Haustechnik, die sich zusammen auf 4,53 Millionen Euro (netto) belaufen. Hinzu kommen Kosten für Außenanlagen, Architekten und Fachplaner und das Inventar. Eine Gesamtsumme könne er zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen und auch nicht schätzen, sagte Ritter, der zusammen mit seinem Geschäftspartner Christopher Unger im Ausschuss zu Gast war. Das Studio Bornheim hatte vor einem Jahr den Architektonischen Realisierungswettbewerb für den Rathausneubau gewonnen.

„Ich würde gerne wissen, was die Gemeinde in die Hand nehmen muss, bis das Rathaus betriebsfertig ist“, sagte Hermann Wolfertz (BFH). „Wenigstens eine Hausnummer.“ Bürgermeister Alexander Böhn (CDU) verwies darauf, dass im Haushalt aktuell 6,5 Millionen Euro für das neue Rathaus veranschlagt sind. Ob es bei dieser Summe bleibt, stellte die Opposition auch angesichts stetig steigender Baukosten infrage.

Im weiteren Verlauf der Diskussion wurden Fragen zu Heiztechnik und Sonnenschutz erörtert. Bürgermeister Böhn begründete die Entscheidung, auf ein Gründach zu verzichten: Das Regenwasser soll in einer Zisterne gesammelt und zur Bewässerung öffentlicher Anlagen sowie für die Feuerwehr zur Verfügung gestellt werden. Außerdem soll auf dem Flachdach eine Fotovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung installiert werden. Zusammen mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe (mit Unterstützung durch eine Gastherme) wäre das Gebäude somit in der Energieversorgung autark.

Auf eine Heizzentrale mit der benachbarten Kreuzburghalle und der Feuerwehr Klein-Krotzenburg sollte verzichtet werden, so Böhn, der dazu auf die Erkenntnisse eines Gutachtens verwies. Die Nutzungen der Gebäude seien dafür zu unterschiedlich.

Für die Glasfronten des Rathausneubaus ist ein außen liegender Sonnenschutz in Form von Textilscreens vorgesehen. Wie Peter Ritter erläuterte, verfügen diese über eine höhere Windstabilität als beispielsweise Lamellen. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ermögliche über die Fußbodenheizung im Sommer außerdem eine Kühlung, legte der Architekt dar.

VON KATRIN STASSIG

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