Autobahn für Bobbycars

Neues Gebäude für U3-Kinder in Kita am Kiefernhain eröffnet

Seiner Bestimmung wurde gestern das neue Gebäude der Kita am Kiefernhain übergeben. Links Bürgermeister Alexander Böhn.
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Seiner Bestimmung wurde gestern das neue Gebäude der Kita am Kiefernhain übergeben. Links Bürgermeister Alexander Böhn.

Nach gut eineinhalb Jahren Bauzeit wurde das neue Gebäude für die U3-Kita in Hainburg eröffnet. Zwei Millionen Euro hat es gekostet.

Hainburg – Vollkommen unbeeindruckt vom neuen Ambiente krabbeln und tapsen die Mädchen und Jungen durch die neuen Räume der evangelischen Kita am Kiefernhain. Dort wurde gestern Mittag der Anbau für die U3-Betreuung nach gut eineinhalb Jahre Bauzeit seiner Bestimmung übergeben. Während die Kleinen das 650 Quadratmeter große und zwei Millionen Euro teure Domizil erkunden, erläutert die in Hainburg lebende und in Aschaffenburg arbeitende Architektin Verena Bauer das Konzept. Die drei Betreuungsbereiche seien „Häuser“, der geräumige Flur der Dorfplatz.

Jeder Bereich ist praktisch in sich abgeschlossen wie ein kleines Haus, besteht aus Spiel-, Ess- und Ruhezimmer sowie einem Bad. Der großzügige Flur oder „Dorfplatz“ dient der Begegnung und als „Autobahn für Bobbycars“, wie Verena Bauer schmunzelnd erläutert. Der Neubau wird mit Hilfe einer Luftwärmepumpe beheizt, eine Fußbodenheizung sorgt für angenehme Temperaturen beim Krabbeln und Spielen. Gedämmte Ziegelsteine und ein begrüntes, leicht geneigtes Flachdach sorgen dafür, dass sich der Neubau neben dem bestehenden Gebäude und dem Kiefernhain gut einfügt. Das anfallende Regenwasser versickert zudem direkt vor Ort und gelangt so wieder in den natürlichen Kreislauf.

Leiterin Isabella Müller und ihr rund 40-köpfiges Betreuerteam (hinzu kommen zehn weitere Angestellte für Küche, Reinigung, etc) sind überglücklich, dass die neuen Räume nun fertig sind. Damit entspanne sich die Situation in der gesamten Kita enorm. „Es war für das Team über viele Jahre sehr eng“, sagt sie. 36 Kinder, aufgeteilt in drei Gruppen, tummeln sich im Neubau. Insgesamt besuchen bis zu 160 Mädchen und Jungen die Einrichtung, die damit ausgelastet wird, so die Leiterin. Für die Erzieherinnen gibt es im Neubau ebenfalls ein „Haus“. Es besteht neben Büro, Personal- und Technikraum aus einer Küche und einem Elternsprechzimmer.

Ausreichend Platz gibt es nun für die Kleinsten der Kita beim Toben im Bällebad und Spielen mit den Erzieherinnen.

„Was wir hier geschaffen haben, ist sehenswert“, so Bürgermeister Alexander Böhn bei der Begrüßung, und Stefan Schaap, Geschäftsführer des Arbeitsbereichs Evangelische Kindertagesstätten im Dekanat Rodgau ergänzt: „Es ist auch ein Aushängeschild.“ Zwar habe es Verzögerungen gegeben, doch das sei angesichts der Größenordnung des Projekts durchaus im akzeptablen Bereich.

Ursprünglich war ein Provisorium aus Containern für eine Übergangszeit vorgesehen. Nach reiflicher Überlegung sei aber die Idee gewachsen, den Ansprüchen an eine frühkindliche Betreuung gerecht zu werden und diesen Bereich noch weiter auszubauen“, erläuterte Böhn beim ersten Spatenstich Anfang Mai 2019. Eine Erweiterung des bestehenden Gebäudes war nicht möglich, daher habe man sich entschlossen, einen Neubau ausschließlich für die Kleinsten zu konzipieren. Im Verlauf der kleinen Feierstunde segnete Pfarrerin Kathrin Brozio die neuen Räumlichkeiten. (Oliver Signus)

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