Aktionen gegen Fahrraddiebstahl

Polizeistatistik für Hainburg weist weiter sinkende Zahl bei Straftaten aus

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Seligenstadts Polizeichef Thomas Eck.

Eine insgesamt rückläufige Zahl bei den Straftaten mit einigen Ausreißern kennzeichnet die Kriminalstatistik, die das Polizeipräsidium Südosthessen dieser Tage veröffentlicht hat.

Hainburg – Die Einhardstadt, Hainburg und Mainhausen bewegen sich dabei im „Mainstream“ des Kreises Offenbach, wie Seligenstadts Dienstellenleiter Thomas Eck erläuterte.

Während in Seligenstadt (761, 2018: 833) und Hainburg (373, 2018: 487) die Zahl der erfassten Fälle rückläufig war, stieg sie in der kleinsten Ostkreiskommune von 252 auf 276 an. Dafür waren vor allem zwei Bereiche verantwortlich. So stieg die Zahl der Einbrüche bzw. Einbruchsversuche von sieben (2018) auf 17. Ernüchternd war hier die Aufklärungsbilanz von null Fällen. Eck betont, dass die Polizei bei diesen Delikten auf die Mitarbeit der Bevölkerung angewiesen sei.

„Da wünschen wir uns ein Mitteilungsverhalten wie bei Corona“, betont der örtliche Polizeichef. Selbst eingreifen, vorwarnen oder erst einen Tag später bei der Polizei einen Vorfall melden schmälere die Möglichkeit auf einen Fahndungserfolg enorm. Der zweite Bereich, der zum überproportionalen Anstieg der Fallzahlen in Mainhausen beitrug, waren im vergangenen Jahr die Drogendelikte. Hier sprach Eck von einem „überregionalen Verfahren“, das noch nicht abgeschlossen sei und erinnerte an die diversen Hausdurchsuchungen und Festnahmen in verschiedenen Regionen Hessens, neben Mainhausen auch in Froschhausen, Hainburg, Dieburg und Gießen und Kassel. Bei der Aktion von der Sondereinsatzkommandos waren Ende November vergangenen Jahres insgesamt 30 Menschen vorläufig festgenommen worden, sieben landeten in Untersuchungshaft. Bei der Durchsuchung von 40 Wohnungen in den genannten Orten stellten die Ermittler mehrere Kilogramm Drogen, teure Uhren sowie rund 40 hochwertige Autos der Marken Porsche, BMW und Mercedes sicher.

Auch die Zahl der Betrugsdelikte (Internetkriminalität, Enkeltrick, etc.) stieg in Mainhausen an (von 24 auf 32), während sie in Seligenstadt (76 auf 66) und Hainburg (49 auf 33) rückläufig war. Die Aufklärungsquote sank bei dieser Art von Delikten in Seligenstadt von 63,2 auf 62,1 Prozent, in Hainburg von 83,7 auf 75,8 Prozent und in Mainhausen von 79,2 auf 65,6 Prozent.

Den Fahrraddieben möchte Eck den Kampf ansagen. In Seligenstadt verschwanden im vergangenen Jahr 88 Drahtesel spurlos, vier mehr als im Jahr zuvor. Auch in Mainhausen registrierte die Polizei mehr gestohlene Fahrräder, nämlich 20 gegenüber 17 im Jahre 2018. Lediglich in Hainburg ging die Zahl von 36 auf 25 zurück. Da die Aufklärungsquote (vier in Seligenstadt, zwei in Hainburg, null in Mainhausen) sehr gering ist, „wollen wir die Bevölkerung sensibilisieren“, sagt der Polizeichef. Dazu gehöre unter anderem das richtige Abschließen der Zweiräder. Beliebt bei den zum Teil organisierten Banden seien auch E-Bikes. Bevorzugte Tatorte seien nach wie vor Bahnhöfe, Schwimmbäder und Schulen. Auch bei diesen Delikten sei die Polizei auf die schnelle Hilfe der Bevölkerung angewiesen, wer verdächtiges beobachte, solle sich umgehend melden. Eck wies auch darauf hin, dass das Räder auch auf eigenen Grundstücken ausreichend gesichert sein sollten.

Im Großen und Ganzen „gut gelaufen“ seien im vergangenen Jahr die Kundgebungen und Demos von Initiativen wie der örtlichen Seebrücke, der Gruppierung „Seligenstadt ist bunt genug“ sowie „Fridays for Future“. Vor allem das Aufeinandertreffen der beiden erstgenannten Gruppierungen barg einigen Zündstoff, doch gab es letztendlich keine Zwischenfälle. Eck hob in diesem Zusammenhang auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadt hervor.

VON OLIVER SIGNUS

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