„Stehen in der Verantwortung“

Hainburg (kg) - In Sachen Schulsozialarbeit bleibt die Gemeinde Hainburg weiterhin ein weißer Fleck auf der Landkarte des Kreises Offenbach. In der jüngsten Gemeindevertretersitzung scheiterten die Grünen mit ihrem Antrag zum 1. August eine entsprechende Stelle an der Kreuzburgschule einzurichten an der CDU-Mehrheit.

SPD und BfH unterstützten die Ökopartei. Das Verhalten seiner Fraktion begründete CDU-Fraktionschef Jürgen Harrer. Es sei Humbug, dass die Christdemokraten gegen die Sozialarbeit sei. Das Gegenteil sei der Fall. „Schulsozialarbeit ist wünschenswert, das sind wir uns alle einig.“ Aber nach Harrers Angaben fehlen noch wichtige Informationen zur Finanzierung, auch ein Fragebogenkatalog des Gemeindevorstand an den Kreis sei noch nicht beantwortet worden. Er bat deshalb darum, den Antrag um eine Runde zu schieben. „Das Problem läuft uns nicht weg, lasst es uns gemeinsam lösen“, so sein Appell. „Unser Verhalten hat mit Verantwortung zu tun. Wir stehen in der Verantwortung, der werden wir gerecht,“ so Harrer weiter.

Doch auf eine Vertagung gingen die Grünen nicht ein. „Dies verhindert die Schaffung der Stelle zum 1. August“, sagte Susan Ritter. Die, so sagte ihr Fraktionskollege Cliff Hollmann, sei „dringend erforderlich, deshalb muss schnell entschieden werden.“

„Wir dürfen den Start nicht verpassen“

Ähnlich argumentierte auch Wigbert Appel von den Bürgern für Hainburg (BfH): „Wir dürfen den Start nicht verpassen. Es macht Sinn, zum neuen Schuljahr die Stelle eines Sozialarbeiters einzurichten.“ Gleichzeitig hatte er einen Vorschlag zur Deckung der entstehenden Kosten parat: Die Gebühren für die gemeindeeigenen Sporthallen müssten erhöht werden. Als dringend notwendig bezeichnete die SPD die Ausgaben für einen Sozialarbeiter.

Fraktionsvorsitzender Heinz Seipel sprach von einer wichtigen Investition in die Zukunft. Das sollte nicht an 20.000 Euro scheitern. Der neue Erste Beigeordnete komme der Gemeinde wesentlich teuerer. Er erinnerte daran, dass seine Fraktion schon seit Jahren einen ähnlichen Antrag stelle. Um Finanzierungsproblemen aus dem Weg zu gehen, schlug er vor, die Angelegenheit zunächst auf zwei Jahre zu befristen.

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