Leben in Gemeinschaft möglich

In Hainburg entsteht ein Wohnhaus für Menschen mit geistiger Behinderung

Die Behindertenhilfe präsentiert den Entwurf der Wohneinrichtung in Hainburg. 20 Menschen mit geistiger Behinderung sollen dort nach der Fertigstellung im Herbst 2021 leben. 
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Die Behindertenhilfe präsentiert den Entwurf der Wohneinrichtung in Hainburg. 20 Menschen mit geistiger Behinderung sollen dort nach der Fertigstellung im Herbst 2021 leben.

Der Verein Behindertenhilfe in Stadt und Kreis Offenbach baut ein Wohnhaus in Hainburg. Ziel ist das Leben in Gemeinschaft.

Hainburg – Der Verein Behindertenhilfe in Stadt und Kreis Offenbach errichtet in der Blumenstraße in Hainburg ein Wohnhaus für Menschen mit geistigen Behinderungen. So will die Behindertenhilfe Offenbach ihnen mit eigenen Wohnungen ein Leben in der Gemeinschaft ermöglichen, heißt es in einer Mitteilung.

Mit dem Bau soll noch in diesem Monat begonnen werden. Läuft alles nach Plan, ist das Wohnhaus mit acht Appartements und zwölf Zimmern auf zwei Etagen im Herbst 2021 einzugsbereit. Platz ist für 20 Bewohnerinnen und Bewohner, die dort bis ins hohe Alter Leben können, denn das Haus ist barrierefrei und hält Pflegebäder bereit. Außerdem wird es zwei Gastzimmer für sogenanntes „Kurzzeitwohnen“ geben.

Die Gesamtkosten von Bau und Ausstattung des Wohnhauses belaufen sich laut Behindertenhilfe auf 3,75 Millionen Euro. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration fördert das Projekt mit 729 000 Euro, der Hessische Landeswohlfahrtsverband unterstützt es mit 600 000 Euro. Der Rest muss über Eigenmittel des Vereins finanziert werden.

„Wir sind sehr froh, dass wir nun mit dem Bau loslegen können. Der Spatenstich musste leider aufgrund der Corona-Krise ausfallen. Wir hoffen, dass wir die Grundsteinlegung dann in einem feierlichen Rahmen begehen können“, so Carsten Müller, Vorsitzender der Behindertenhilfe Offenbach. „Wir danken der Gemeinde Hainburg, hier besonders Ehrenbürgermeister Bernhard Bessel und Bürgermeister Alexander Böhn, ohne deren Unterstützung die Umsetzung dieser Wohneinrichtung nur sehr schwer möglich gewesen wäre“, so der Behindertenhilfe-Vorsitzende weiter.

Das Wohnhaus entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zur Integrativen Kindertagesstätte Tabaluga, die der Verein seit 1979 betreibt. Wie bereichernd die Nachbarschaft und enge Kooperation zwischen einer Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderung und einer Kita sein könne, wisse man schon durch eine ähnliche Konstellationen in Dietzenbach.

Gemeinsame Veranstaltungen seien außerdem eine große Bereicherung für die Kinder und Familien sowie für die Bewohnerinnen und Bewohner der Wohneinrichtungen. sig

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