Infrastruktur für Elektroautos

Hainburger Energiebericht: Rathaus-Neubau mit Fotovoltaikanlage und Zisterne bringt erhebliche Einsparungen

Das neue Hainburger Rathaus bekommt eine Regenwasserzisterne.
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Das neue Hainburger Rathaus bekommt eine Regenwasserzisterne.

Ganz im Zeichen der Einsparung und des weiteren Einsparpotenzials stand der Hainburger Energiebericht für die Jahre 2019 und 2020, den Bürgermeister Alexander Böhn (CDU) jetzt vorstellte. Gerade im Bereich Nachhaltigkeit sei die Gemeinde durch ihre vielen Projekte im Baubereich gut aufgestellt und verzeichne erhebliche Einsparungen im Energiesektor, sagte Böhn, verwies aber darauf, dass viele „zum Teil auf die Corona-Pandemie zurückzuführen sind“.

Hainburg – Vor allem der Rathausneubau, der voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen ist, bringt nach Böhns Angaben erhebliche Einsparungen. Dies durch den Abbau der Doppelstruktur der beiden Rathäuser in den beiden Ortsteilen, „die sowohl von den Arbeitsbedingungen als auch energetisch nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen.“ Auch seien keine Fahrten zwischen den Rathäusern mehr nötig. Das neue Rathaus werde mit modernster Energietechnik ausgestattet, kündigte Böhn an. Es verfüge über eine Fotovoltaikanlage, die die komplette Stromversorgung des Rathauses abdecken soll, sowie eine Luftwärmepumpe, die dadurch gespeist wird. Das Regenwasser des Neubaus wird in einer Zisterne gesammelt, sodass in den kommenden Jahren die Grünanlagen versorgt werden können. Überschüssiges Wasser wird direkt vor Ort versickert und so dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt.

Auch durch die Corona-Pandemie und dadurch bedingte Schließungen vieler Einrichtungen seien bedauerlicherweise Einsparungen zu verzeichnen gewesen. Im Vergleich zum Vorjahr sparte die Gemeinde in allen Energiesparten zusammen rund 40 000 Euro: Im Jahr 2020 lagen die Kosten bei 726 000 Euro. Nicht nur die Pandemie sei für Einsparungen in der Gemeindekasse verantwortlich, sondern auch die vielen Investitionen im Energiebereich. „71 Prozent der erneuerungsbedürftigen Straßenlampen im öffentlichen Raum sind mittlerweile mit energiesparenden LED-Leuchtmitteln ausgestattet. Auch dadurch konnte der Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr um rund 120 000 auf 560 000 Kilowattstunden gesenkt werden“, so Alexander Böhn.

Der Mainradweg stelle mit 81 insektenfreundlichen und selbstdimmenden Lampen den größten Posten auf. Ein besonderes Augenmerk will Böhn künftig darauf richten, weitere insektenfreundliche Beleuchtung zu errichten. Als nächstes sei der Hainstädter Kirchplatz an der Reihe. Auch dort soll die LED-Technik Anwendung finden.

Aber auch die beiden großen Kreuzungen der L 3065 an der Herderstraße und an der Hasenleuchte sind mit modernen hellen LED-Lampen ausgestattet, die die Kreuzung besser ausleuchten, zur Verkehrssicherheit beitragen und zudem noch sehr energieeffizient sind. Weiter erklärte Böhn, dass die Gemeinde auf die verstärkte Nutzung von Elektroautos vorbereitet sei: Ladesäulen befinden sich in Hainstadt am Rathaus, auf dem Kirchplatz und am Bahnhof, in Klein-Krotzenburg gegenüber dem Rathaus und an der Kreuzburgschule. Geplant sind außerdem Ladesäulen an der Kreuzburghalle und dem neuen Rathaus. Zudem besteht die Möglichkeit, über das E-Carsharing am Kirchplatz in Hainstadt selbst Elektromobilität zu erleben. Fotovoltaikanlagen sind an der Kläranlage in Klein-Krotzenburg, der Kita Arche Noah sowie dem neuen Betreuungsgebäude der Zweigstelle der Johannes-Gutenberg-Schule in Hainstadt errichtet worden – und demnächst folgt das neue Hainburger Rathaus.

In seiner Zusammenfassung betonte Böhn, er freue sich, dass sich die Hainburger Energiekosten trotz ständig steigender Energiepreise „auf einem konstant niedrigen Niveau“ bewegten. Er sehe mit Blick auf die kommenden Jahre weiteres Einspar- und Entwicklungspotenzial, das sich die Gemeinde selbstverständlich zu nutzen machen werde. (mho)

» Der komplette Energiebericht der Gemeinde Hainburg ist über die Homepage unter dem Menüpunkt Kommunalpolitik beziehungsweise hier verfügbar.

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