Heinz Brauneis geehrt

Heimatorte für Glauben

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Für sein jahrzehntelanges Engagement erhielt Heinz Brauneis aus den Händen von Generalvikal Dietmar Giebelmann (rechts) die Martinusmedaille. Links Pfarrer Thomas Weiß.

Hainburg - Der Hainburger Heinz Brauneis ist für seine Verdienste um die Pfarrei Klein-Krotzenburg und den Wallfahrtsort Liebfrauenheide kürzlich mit der Martinusmedaille des Bistums Mainz ausgezeichnet worden. Von Thilo Kuhn 

Der Mainzer Generalvikar, Prälat Dietmar Giebelmann, überreichte die Auszeichnung bei einem Festgottesdienst anlässlich des Patronatsfestes der Gemeinde St. Nikolaus.

„Mit Heinz Brauneis ehren wir alle Helfer auf der Liebfrauenheide“, betonte Giebelmann. Brauneis war mehr als drei Wahlperioden Vorsitzender des Pfarrgemeinderates und hat sich beim Wiederaufbau der nach einem Brand zerstörten Nikolauskirche engagiert. „Wir sind dankbar, dass in Klein-Krotzenburg das kirchliche Ehrenamt lebendig ist und dass Menschen sagen: Es ist unsere Kirche, für die wir uns einsetzen“, lobte der Generalvikar den Einsatz Brauneis’. Entscheidend sei „die innere Haltung, der Glaube an Gott, aber auch das Wissen um die Notwendigkeit, dass Menschen sich in der jeweiligen Pfarrgemeinde versammeln, um Gleichgesinnte zu finden“.

Das Beispiel Liebfrauenheide

Das Beispiel Liebfrauenheide - für die sich Brauneis mit seiner Familie mit ganzer Kraft einsetze - zeige, dass man sich für seine christlichen und humanen Ziele der Nächstenliebe unter den Schutz der Mutter Gottes stellen müsse. „Der Mensch braucht für treuen Glauben auch Heimatorte“, so Giebelmann weiter. Dafür stehe Brauneis mit seinem stetigem Handeln und seiner Überzeugung ein.

Der 66-jährige Heinz Brauneis engagiert sich seit mehr als fünf Jahrzehnten in der Pfarrgemeinde. Seinen Ministrantendienst versah er über insgesamt 17 Jahre. Hausmeistertätigkeiten für die bis in die 1960er Jahre ansässigen Bühler Schwestern gehörten ebenso zu seinen Aufgaben, wie bis 1978 Arbeiten rund um das Pfarrhaus für den ehemaligen Pfarrer Georgen. 13 Jahre lang gehörte er bis 1975 zu den Hauptorganisatoren des pfarrgemeindlichen Jugendzeltlagers, sowie des seit 1963 organisierten Martinszuges. Unter verschiedenen Pfarrern war Brauneis drei Amtsperioden lang Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, drei weitere Amtsperdioden lang stellvertretender Vorsitzender des Gremiums. Nach dem Klein-Krotzenburger Kirchenbrand von 1988 organisierte er eine Benefizveranstaltung in der Kreuzburghalle, die 70 000 D-Mark Wiederaufbauhilfe einbrachte.

Sankt-Nikolaus-Pfarrgemeinde

Darüber hinaus gründete und leitet er den Freundeskreis für den von der Sankt-Nikolaus-Pfarrgemeinde betreuten Marienwallfahrtsort „Liebfrauenheide“ im Klein-Krotzenburger Wald. Sowohl nach den Orkansturmschäden von „Wiebke“ Anfang der 1990er Jahre als auch bei der aktuellen umfassenden Sanierung organisierte der Unternehmer „Tiroler Abende“ in der Kreuzburghalle, die stets größere Summen zu Gunsten der Renovierungsarbeiten einbrachten.

Die „Bruderschaft Liebfrauenheide“ gründete der Geehrte 2011 und versucht seither mit Erfolg auch die Jugend in das Engagement für die Gnadenkapelle mit einzubinden. Auch dem Karmelkloster St. Gabriel in Hainstadt gilt sein Schaffen seit 25 Jahren - als technischer Leiter des Freundeskreises. Hausmeister- und Gärtnerdienste rund um die Klosteranlage sind so sichergestellt. Mitglied ist Brauneis in 27 örtlichen und Tiroler Vereinen, bekam für seine Aktivitäten bereits die goldene Ehrenplakette des Dachverbandes der Klein-Krotzenburger Vereine (ÖVV) überreicht. In die Heimat seiner Gattin nach Tirol organisierte er privat bereits rund 35 Busausflüge für ältere und behinderte Menschen.

„Mongolisches Konzert“

Im April 2013 organisierte Brauneis ein „Mongolisches Konzert“, dessen Erlös ebenfalls für die Arbeiten an der Gnadenkapelle verwendet wurde, und bereitete maßgeblich das Programm zur festlichen Teileinweihung des sanierten Wallfahrtsortsortes einschließlich des Besuches von Kardinal Karl Lehmann aus Mainz vor. Eine weitere Teil-Neueinweihung - unter anderem mit neugestaltetem Altar - steht im ersten Halbjahr 2014 an.

Im vergangenen Sommer reiste Brauneis in die Mongolei, wo er gute Kontakte zum wohl kleinsten römisch-katholischen Bistum der Welt mit einem Bischofssitz für 600 Gläubige pflegt. Der Kontakt kam einst über eine von ihm unterstützte Adveniat-Aktion zustande.

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