Hoffen auf Fischerzünfte

Ostkreis (mho) ‐ „Die Fischerzünfte als sachkundige Anwälte für die Gewässergüte im Lebensraum der Fische, die letztendlich von Menschen verzehrt werden sollen“ hofft der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND)  im Kampf gegen den Staudinger-Block 6 gewinnen zu können.

Mit dem Bau des 1 100-Megawatt Steinkohleblocks werde der Ausstoß des hochgiftigen Schwermetalls Quecksilber etwa um die Hälfte erhöht, sagt der örtliche BUND-Vorsitzende Thorwald Ritter. „Auch die Belastung des Mains würde sich verschlimmern.“ Im Erörterungstermin im vergangenen November habe das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) herausgearbeitet, „dass der Anteil an Quecksilber, welcher durch E.ON eingeleitet würde, erheblich ist.“

Schon jetzt werde der in den Zusatzbestimmungen zur Wasserrahmenrichtlinie so genannte Biota-Wert etwa um das Hundertfache überschritten, so Thorwald Ritter weiter. Als erheblicher Verursacher einer Verschlechterung sei E.ON „auf jeden Fall als Verhinderer einer Verbesserung zu identifizieren“.

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