Integrative Kita Tabalugasammelt

Geld für einen Kreativraum

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Lukas und Jarle beim Plantschen im engen Badezimmer. Die Integrative Kindertagesstätte Tabaluga spart seit längerem auf einen neuen Kreativraum.

Klein-Krotzenburg - In der Integrativen Kindertagesstätte Tabaluga im Hainburger Ortsteil Klein-Krotzenburg wird schon seit längerem auf einen neuen Kreativraum gespart.

Lukas und Jarle stehen am Waschbecken und lassen Schaumgummi-Klötzchen auf grünen Malseifen-Wellen schwimmen. Die Schiffchen der beiden Vierjährigen schaukeln zwischen bunten Plastikbechern. Doch mehr als zwei Matrosen haben keinen Platz im Bad. In der Integrativen Kindertagesstätte Tabaluga im Hainburger Ortsteil Klein-Krotzenburg wird deshalb schon seit längerem auf einen neuen Kreativraum gespart.

Kurz vor Weihnachten kam unverhofft noch ein Scheck aus dem Lebensmittelhandel. Damit rückt die Realisierung des Projektes ein Stück näher. „Knapp 8000 Euro werden wir brauchen, um ein altes Kinderbad umzubauen“, sagt die Kita-Leiterin Birgit Münch. Im gefliesten Kreativraum soll eine große Wanne stehen. Dort werden die Kinder matschen, plantschen und malen können, mit Ton und Fingerfarben arbeiten. Doch die Einrichtung ist auf Spenden angewiesen. Die Eltern erwirtschafteten Geld aus einem Flohmarkt und einem Weihnachtsbasar, auch die Baugenossenschaft in Hainstadt gab etwas dazu. „Langsam haben wir die Hälfte zusammen“, sagt Birgit Münch mit Blick auf weitere 355 Euro, die jetzt von zwei Vertreterinnen der Rewe-Filiale in der Klein-Krotzenburger Daimlerstraße übergeben wurden.

Glühwein und Lose bringen Geld

Die beiden Auszubildenden hatten die Idee, über einen Weihnachtsmarkt Geld zu sammeln. „Vor der Filiale gab’s Gulaschsuppe, Glühwein und Lose“, berichtet die 24-jährige Jasmine Schien, angehende Kauffrau im Einzelhandel und spezialisiert auf Feinkost. Es sei schnell klar gewesen, dass der Erlös der Integrativen Kindertagesstätte in der Blumenstraße zu Gute kommen soll.

Träger von „Tabaluga“ ist der Verein Behindertenhilfe in Stadt und Kreis Offenbach. Derzeit werden dort 60 Kinder im Alter zwischen eins und sechs mit und ohne Behinderung in vier altersgemischten Gruppen betreut. Sie kommen aus den Ostkreis-Kommunen Hainburg, Seligenstadt und Mainhausen, Obertshausen, Rodgau und Heusenstamm. Rund 20 Kinder hätten ganz unterschiedliche körperliche und geistige Handicaps, berichtet Birgit Münch: Sinnesbeeinträchtigungen, Down-Syndrom, Autismus, Entwicklungsverzögerungen. Sie werden von 2,25 pädagogischen Fachkräften pro Gruppe, jungen Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren, und Praktikanten betreut.

Auch Logo-, Ergo- und Physiotherapeuten arbeiten in der Klein-Krotzenburger Einrichtung. „Das entlastet die Eltern und hat für die Kinder nicht den Behandlungscharakter, weil die Therapie ins Spiel integriert wird“, erklärt Birgit Münch. Angedockt ans Haus ist eine Waldgruppe, die nach den Prinzipien eines Waldkindergartens geführt wird. 

sam

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