Riechen, hören und fühlen

40 Jahre Waldjugendspiele in Hainburg

+
Bereits seit 1968 unterstützt der Naturschutzverband Schutzgemeinschaft Deutscher Wald die Hainburger Waldjugendspiele. Dieser Tage nahmen wieder rund 50 Mädchen und Jungen an der Veranstaltung teil.  

Hainburg - Seit vier Jahrzehnten finden Waldjugendspiele mit den sechsten Klassen der Kreuzburgschule in Hainburg statt. Die Schule selbst kann auf fünf Jahrzehnte ihres Bestehens zurückblicken.

Die Attraktivität der Veranstaltung ist ungebrochen: Rund 50 Kinder waren es diesmal, die mit ihrer Biologielehrerin Joanna Winkler und deren Kolleginnen Rink und Schmitt zur Erkundung des nahen Gemeindewalds an der Liebfrauenheide auszogen. Den Wald zu erleben und dabei spielerisch Wissen und Erfahrungen zu sammeln, darum geht es an acht Stationen, die die Mädchen und Jungen in kleinen Gruppen anlaufen.

Auszeichnung für Revierförster Peter Maier (2.v.l.): Bürgermeister Alexander Böhn (r.), Beigeordneter Christian Spahn (l.) und Peter Fischer (SDW).

Neben der Bedeutung des Waldes für unser tägliches Leben stehen Informationen über die Empfindsamkeit dieses Ökosystems vor der Schultür am Beispiel der Holzwirtschaft, des Brand- und Grundwasserschutzes sowie der Aufgaben des Jägers auf dem Programm. Welche Tiere, Bäume und Pflanzen sind dabei zu entdecken? Welche besondere Rolle spielt die Vogel- und Insektenwelt? So lauten die ergänzenden Fragen. Auch die Prüfung der Sinne - riechen, hören und fühlen - war neben Zapfenzielwurf und Würfelturmbau im Team gefragt.

Bereits seit dem Jahr 1968 pflegt und unterstützt in ganz Deutschland der Naturschutzverband Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) diese Art von waldpädagogischer Aktion. So auch in Hainburg.

Es sei schon bemerkenswert, meinte Vorsitzender des Ortsverbandes Seligenstadt, Hainburg und Mainhausen, Peter Fischer, dass außer dem langen Zeitraum staatliche Institutionen wie Schule, Forstamt und Gemeinde mit dem Bürgermeister an der Spitze sowie die ehrenamtlich geführten Naturschutzorganisationen NABU, Jägerschaft und SDW sowie die Feuerwehr eng zusammenwirken und mit Vertretern persönlich vor Ort seien. „Wichtige Zusammenhänge in unserer digitalen Welt werden damit anschaulicher und können direkt hinterfragt werden.“ Die Verantwortlichen hofften, damit den Kindern einen Anreiz für ihr eigenes späteres Engagement im Ehrenamt und im Naturschutz zu geben. Dafür standen Werner Bauernfeind von der Feuerwehr, Elke Nachtigall und Claus Burow von der SDW sowie Manfred Gutermuth (NABU) an den Stationen.

Abschlussfeier an der Kreuzburgschule Hainburg: Fotos

Seit den Anfängen der Waldjugendspiele unterstützt die Gemeinde Hainburg diese Veranstaltung personell und finanziell. So waren Bürgermeister Alexander Böhn und der Erste Beigeordnete Christian Spahn dabei, als Peter Fischer von der SDW Revierförster Peter Maier für mehr als 30 Jahre Mitarbeit mit einem Geschenk auszeichnete. Seit der Forstreform vor zwölf Jahren hat die Pädagogik besonderes Gewicht in der Forstverwaltung durch hauptamtliche Kräfte erhalten. So ist neben dem Revierförster Waldpädagogin Iris Husermann vom Forstamt in Langen fachlich verantwortlich und koordiniert mit Schule und Verbänden die Waldjugendspiele. Zum Abschluss durften sich die Kinder bei der Siegerehrung für ihre Leistungen mit Obst, Wurst und Getränken an der Waldhütte erfrischen. Der Imbiss wurde, wie seit vielen Jahren, von der ehemaligen Waldarbeiterin Carola Windweh serviert. Eine kleine Holzfigur als Präsent erinnert nun die Kinder an den Tag der Waldjugendspiele in ihrem Hainburger Gemeindewald. (mho)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare