Jahresversammlung der Jagdgenossenschaft Hainburg

Hundekot verunreinigt Futter

+
Rabenvögel wie die Krähe sind in den Jagdrevieren in Hainburg stark verbreitet.

Hainburg - Freilaufende Hunde und die Hinterlassenschaften der Vierbeiner haben bei den Hainburger Jagdgenossen erneut für Verdruss gesorgt. Bei der Jahresversammlung der Genossenschaft berichtete Jagdvorsteher Bernhard Bessel auch über den Wildbestand in den Revieren.

Nachdem die beiden Hainburger Jagdgenossenschaften im vergangenen November den Zusammenschluss beschlossen hatten, haben sich die Mitglieder nun zur ersten Jahresversammlung getroffen. Leidiges Thema auch in diesem Jahr: Die Jagdpächter beklagten sich insbesondere über die Wildeinfälle, die durch freilaufende Hunde verursacht wurden. Jagdvorsteher Bernhard Bessel stellt fest, dass sich während der Zeit der allgemeinen Leinenpflicht (1. März bis 15. Juni) ein Großteil der Hundehalter vorbildlich verhalten hat. „Es gibt aber auch Halter, deren Hund unangeleint im Naturschutzgebiet unterwegs ist.“ Es sollte, so Bessel, für jeden Hundehalter selbstverständlich sein, dass er seinen Hund außerhalb der geschlossenen Ortslage an der Leine führt. Dafür seien auch Spaziergänger, Radfahrer oder Jogger dankbar – zu jeder Jahreszeit.

Richtig ärgerlich für die Landwirte wird es, wenn Hundekot das Futter der Tiere verschmutzt, wenn die Vierbeiner also im frisch gemähten Gras ihr Geschäft machen. „Das ist eine Infektionsquelle ersten Ranges, denn Gras ist Lebensmittel für die Tiere auf dem Hof und dann als Futter nicht mehr zu verwenden. Es muss entsorgt werden.“ Bessel wiederholt deshalb den Appell, mit Hundekotbeuteln die Hinterlassenschaften im nächsten Mülleimer zu entsorgen.

Nach den Berichten des Jagdvorstehers, der Entlastung des Vorstands und des Kassenführers musste auch über die Verwendung des Jagdertrages entschieden werden. Von dem vorhandenen Ertrag sollen die Brachflächen „Fuchslöcher“ und „Russenhütte“ gemulcht werden. Weiterhin sollen die Landwirte einen finanziellen Zuschuss zum Kauf von Gerätschaften erhalten.

Diese Wildtiere stören in Hessens Städten: Bilder

Anträge der Jagdpächter beider Reviere auf Deckelung der Ersatzpflicht bei Wildschäden standen ebenfalls auf der Tagesordnung, und es kam zur einvernehmlichen Regelung – dies zunächst zur Probe.

Auch der Wildbestand in den Revieren kam bei den Jagdgenossen ausführlich zum Gespräch. So wurden im vergangenen Jahr die Abschusspläne in beiden Revieren erfüllt. Beim Niederwild ist ein gleichbleibender Besatz beim Hasen und Fasan festzustellen, die nicht bejagt wurden. Der Fuchs ist noch stark im Revier vertreten. Schwarzwild ist ebenfalls anzutreffen und hat auch schon Wildschäden verursacht. Stark verbreitet sind die Rabenvögel, also Raben- und Saatkrähe sowie Elster. (kd)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare