Hainburger Grüne bringen Antrag zur Sanierung der Straßenbeleuchtung ein

Jede Verzögerung kostet Geld

Hainburg - Die Hainburger Grünen bringen erneut die Sanierung der Straßenbeleuchtung im Gemeindeparlament auf die Tagesordnung.

Anlass ist eine Veranstaltung des Energiedienstleisters HSE in Groß-Umstadt, bei der Professor Tran Quoc Khanh von der TU Darmstadt und HSE-Mitarbeiter Bernhard Fenn die Vorzüge eines Austauschs alter Hochdruckquecksilberdampflampen (HQL) gegen moderne Leuchtdioden (LED) dargestellt haben. „Die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme steht außer Frage. Jeder Tag Verzögerung schadet der Umwelt und kostet uns Steuerzahler unnötig viel Geld“ , so Fraktionssprecher Cliff Hollmann.

Ein Vergleich der LED mit konventionellen Leuchten zeigt klare Vorteile der modernen Variante beim Lichtstrom pro Leistungseinheit (Lumen pro Watt) und der Lebenserwartung. Bei mehr als 50 Prozent der heutigen Straßenbeleuchtung ist veraltete, ineffiziente Technologie im Einsatz. Ein komplettes Großkraftwerk könnte eingespart werden, wenn die Straßenbeleuchtung in Deutschland auf den aktuellen Stand der Technik gebracht würde.

Fakt ist: Ab 2015 dürfen HQL nicht mehr verkauft werden dürfen, weil sie die energetischen Mindeststandards an ein Leuchtmittel nicht erfüllen. Bei einer Lebensdauer von durchschnittlich vier Jahren bedeutet dies, dass bis 2019 alle HQL ausgetauscht werden müssen. Professor Khanh sieht diese Umstellung als Chance. Die Ausleuchtung des öffentlichen Raumes könne optimiert werden, „Lichtsmog“ reduziert, Strom gespart und die Wartungsintervalle verlängert werden.

Im Teilklimaschutzkonzept für die Gemeinde Hainburg wurde aufgezeigt, dass mehr als 70 Prozent der Leuchten veraltet sind und eine Sanierung eine rentierliche Investition wäre. Ganze Straßenzüge werden heute bei hohem Verbrauch nur mit Schummerlicht ausgeleuchtet, weil die Leuchten alt und verdreckt sind.

Die HSE hat mit etwa 60 Kommunen Straßenbeleuchtungsverträge und bietet diesen nun den systematischen Austausch der alten Leuchten gegen LED-Leuchten bis 2020 an. Bei einem Investitionsvolumen von etwa 11 Millionen Euro wird mit einer jährlichen Energiekosteneinsparung von 4,3 Millionen Euro gerechnet.

Das heißt, dass sich die Investition bereits nach drei Jahren amortisiert. Auf die Kommunen kommen dadurch keine zusätzlichen Kosten zu. Die HSE bietet auch Kommunen ihre Unterstützung an, die bisher keinen Straßenbeleuchtungsvertrag haben. Dabei sind auch Teilleistungen möglich, wie beispielsweise die Planung und der Tausch der alten Leuchten gegen neue.

Die Hainburger Grünen haben mit verschiedenen Anträgen bereits eine zügige Sanierung der Straßenbeleuchtung gefordert, die allerdings von der Mehrheitsfraktion abgelehnt wurde. Grünen-Sprecher Hollmann hat deshalb folgenden Antrag in die Gemeindevertretung eingebracht: „Der Gemeindevorstand wird beauftragt, eine Umrüstung der Straßenbeleuchtung in Hainburg zu veranlassen. Gegebenenfalls ist eine Zusammenarbeit mit der HSE oder einem qualifizierten Ingenieurbüro anzustreben. Entsprechende Mittel sind im Nachtragshaushalt einzustellen.“

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