Gemeindevorstand soll bis März eine Alternative vorschlagen

Kinder- und Jugendfarm: Suche nach neuem Grundstück

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Viertklässler der Johannes-Gutenberg-Schule auf dem Kinderfarm-Gelände.

Hainburg -  Die Gemeindevertreter haben sich in der Sitzung der Fachausschüsse am Montagabend auf eine Vorgehensweise in Sachen Kinder- und Jugendfarm geeinigt. Von Katrin Stassig

Die CDU-Mehrheitsfraktion hat durchgesetzt, dass die Gemeinde Hainburg zunächst nach einem anderen geeigneten Grundstück suchen soll, bevor eine Umwidmung der Fläche im Landschaftsschutzgebiet in Erwägung gezogen wird. Bis März hat der Gemeindevorstand in Hainburg Zeit zu prüfen, ob sich ein Grundstück im Besitz der Kommune befindet, dass für den Betrieb einer Kinder- und Jugendfarm geeignet wäre. Die Grünen bezweifeln das. Ihr interfraktioneller Prüfantrag mit der SPD, durch Änderung des Bebauungsplans auf dem Grundstück an der Wiesenstraße in Klein-Krotzenburg eine Kinder- und Jugendfarm zu ermöglichen, wird aber zunächst zurückgestellt.

Bekanntlich hatte dort eine Arbeitsgruppe des Kinderhaus-Vereins mit Unterstützung des BUND erste Aktivitäten zur Einrichtung einer Kinderfarm unternommen. Die erfuhren, wie mehrfach berichtet, nach Einschreiten der Unteren Naturschutzbehörde einen herben Dämpfer. Der Kreis hatte jegliche Bautätigkeiten und Eingriffe in die Natur untersagt, da es sich bei der Fläche um Landschaftsschutzgebiet handelt.

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„Wir sind immer noch der Meinung, dass dies das beste und geeignetste Grundstück ist“, sagte Thorwald Ritter (Grüne) bei der Ausschusssitzung am Montagabend im Feuerwehrhaus Hainstadt. Es gebe dort einen Bach, einen Tümpel und Obstbäume, zudem sei das Gelände erschlossen und damit gut zu erreichen. Der Kinderhaus-Verein habe seit seiner Gründung 1977 nach einem solchen Grundstück gesucht. Ritter bezweifelt, dass es an anderer Stelle eine ebenso geeignete Fläche gibt. Er betonte, ein außerhalb liegendes Ackergrundstück käme nicht in Frage. Ritter verwehrte sich auch gegen die Darstellung, er habe auf dem BUND-Grundstück an der Wiesenstraße eine Kinderfarm errichtet. Es handele sich um ein Naturschutzzentrum; die Eltern-Initiative wolle dort eine Kinderfarm errichten und bitte um planungsrechtliche Unterstützung.

„Ich hoffe schon, dass wir eine geeignete Fläche finden“, meinte CDU-Fraktionschef Jürgen Harrer, der die Diskussion um den Standort Wiesenstraße und den unglücklichen Start des Projektes nicht noch einmal aufnehmen wollte. Dass alle Parteien eine Kinderfarm grundsätzlich als sinnvoll erachten, sei auch in den OP-Interviews mit den Fraktionsvorsitzenden deutlich geworden, so Harrer. Seine Fraktion hatte den Änderungsantrag eingebracht, nach einem gemeindeeigenen Grundstück zu suchen. Er sei dagegen, schon zum jetzigen Zeitpunkt ein Areal näher ins Auge zu fassen. Erst wenn der Gemeindevorstand die Suche abgeschlossen habe, könne über Varianten und Alternativen diskutiert werden.

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Neben den Grünen hatten sich SPD und BFH dafür ausgesprochen, beide Prüfanträge parallel laufen zu lassen. Das lehnte die CDU-Mehrheit zwar ab, ergänzte aber in ihrem Antrag den Zeitpunkt (März), zu dem ein Ergebnis vorliegen sollte. „Wir sollten bis zum Frühjahr eine Entscheidung haben“, bekräftigte SPD-Fraktionsvorsitzender Manfred Tilsner. Dann könnte die Initiative mit Beginn der wärmeren Jahreszeit ihre Aktivitäten fortsetzen.

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