Gelände am Spielplatz

Kinderfarm am Ostring?

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Den Ostring-Spielplatz schlägt der Gemeindevorstand als Standort für eine Kinder- und Jugendfarm vor. Die Hütte wird aufgrund von Vandalismusschäden kaum mehr genutzt. 

Hainburg - Das Gelände am Ostring-Spielplatz als Standort für die Kinder- und Jugendfarm? Diesen Vorschlag hat der Gemeindevorstand in Hainburg unterbreitet, der im Auftrag der Gemeindevertretung nach einer Alternativfläche für die Initiative suchen sollte. Von Katrin Stassig 

Auf der Suche nach einem Alternativstandort für die Kinder- und Jugendfarm hat der Gemeindevorstand das Gelände am Ostring ins Auge gefasst. Eventuell könne man einen Teil des Spielplatzes dafür abtrennen, so Bürgermeister Alexander Böhn (CDU). Auch die benachbarte Pferdekoppel befinde sich auf Gemeindeeigentum. Der Spielplatz am Ostring liegt am Ortsrand von Klein-Krotzenburg und ist auch im Zuge der jährlichen Spielplatzbegehung des Sozialausschusses immer wieder Thema. Der Spielplatz selbst wird gut frequentiert, die Hütte dort jedoch von Kindern und Kitas nicht mehr genutzt. Probleme sind durch Vandalismus entstanden, Graffiti verunzieren die Wände des Häuschens, daneben liegen Zigarettenkippen im Gras.

„Wir haben uns verschiedene Standorte angeschaut“, berichtete Bürgermeister Böhn in dieser Woche im Fachausschuss. Die Fläche am Ostring komme als einzige in Frage. Bauplanungsrechtlich gebe es keine Probleme, da dort Spiel- und Freizeitgelände ausgewiesen sei. Sicherheitshalber sollte Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises gehalten werden, da das Areal an ein Landschaftsschutzgebiet grenzt.

Thorwald Ritter (Grüne) bezweifelte, dass der Ostring-Spielplatz für das Projekt geeignet ist. Der Platz erfülle wichtige Kriterien nicht, es gebe keinen Bach, ein Tümpel müsste erst ausgehoben werden, für ein Naturerlebnis sei die Fläche äußerst eingeschränkt. Auch SPD-Fraktionschef Manfred Tilsner äußerte sich skeptisch ob der „flachen, baumlosen Gegend“. Eine mögliche Verkleinerung des Spielplatzes sieht er ebenfalls kritisch.

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Wie mehrfach berichtet, war die Kinder- und Jugendfarm ursprünglich auf einem Gelände an der Wiesenstraße eingerichtet worden, das der BUND um den Vorsitzenden Thorwald Ritter dafür zur Verfügung gestellt hatte. Die Untere Naturschutzbehörde hatte die Aktivitäten jedoch als illegalen Eingriff in das Landschaftsschutzgebiet bewertet. Grüne und SPD hatten daraufhin beantragt, das Gelände umzuwidmen und aus dem Schutzgebiet herauszunehmen. Dieser Vorstoß wurde zurückgestellt, da die CDU-Mehrheit mit einem Änderungsantrag angeregt hatte, zunächst nach einem Alternativstandort zu suchen. Bis März hatte der Gemeindevorstand Zeit zu prüfen, ob sich ein passendes Grundstück im Besitz der Kommune befindet. Einen Vorschlag hat der Bürgermeister nun mit dem Ostring-Spielplatz unterbreitet.

Die Gemeindevertreter einigten sich im Ausschuss darauf, sich das Gelände am Ostring näher anzuschauen und über den Vorschlag nachzudenken, bevor eine Entscheidung gefällt wird.

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