Erkennbarer Reifeprozess

Maike Staab absolviert Freiwilliges Soziales Jahr bei der Turnerschaft

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Bürgermeister Alexander Böhn (hinten, l.) und Beigeordneter Christian Spahn kamen beim TKK-Sportbetrieb vorbei und dankten Maike Staab für den Einsatz im Verein, in den Grundschulen und der Kita.

Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert Maike Staab bei der Turnerschaft Klein-Krotzenburg (TKK). Ihre Bilanz gegen Ende der Zeit: „Ich lerne jeden Tag etwas Neues dazu, solche Erfahrungen hätte ich nirgendwo anders sammeln können."

Klein-Krotzenburg –Mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr betraten beide Neuland: Die 18-jährige Maike Staab - und die TKK. Staab ist schon seit Kindesalter Mitglied im Verein und schaffte schon früh mit der damaligen Leistungsturngruppe bei Wettkämpfen Treppchenplätze. Ihrem Heimatverein blieb sie stets treu und unterstützt nun schon seit einigen Jahren den Trainerstamm als Übungsleiterin.

Schwerpunkte im Freiwilligen Sozialen Jahr sind nun die beiden TKK-Abteilungen Handball und Turnen, dort arbeitet Maike täglich mit Kindern zwischen eineinhalb und zwölf Jahren. Zwar kommt sie aus einer ambitionierten Handballfamilie, jedoch ist Turnen stets Schwerpunkt gewesen. Die ersten Wochen hospitierte sie in allen Gruppen, um möglichst viele Ideen und Erfahrungen zu sammeln. Mittlerweile gehört das Vorbereiten und Durchführen von Handball- und Turnstunden zu Maikes täglichen Aufgaben. Durch das FSJ hat Maike ihre Trainerlizenz erhalten, was ihr natürlich weiteren fachlichen Input gibt. So trainiert sie im Handball, wo sie dachte, sie könne kaum mit einbezogen werden, den Kindern Turnelemente (Vorwärtsrolle oder Handstand), an, denn auch diese Art von Körperkoordination ist im Ballsport wichtig. Mit den beiden Hainburger Grundschulen bestehen Kooperationen in Form von Arbeitsgemeinschaften (AG). Auch dort sind die Abteilungen Handball und Turnen in einer Ballsport-AG und einer „Fit mit Tanz und Turnen“-AG vertreten.

Maike Staab leitet diese Projekte einmal wöchentlich eigenständig, sorgt dafür, dass das Ballgefühl mit verschiedenen Mannschaftsspielen und das Taktgefühl mit kreativen Choreografien trainiert werden.

Die Gemeinde Hainburg freut sich darüber, dass die Integrative Kindertagesstätte Tabaluga Teil des Freiwilligen Sozialen Jahres ist. ,,Mehr Bewegung in den Kindergarten’’, so lautet die Initiative der Sportjugend Hessen. Zwei Gruppen Kinder toben sich wöchentlich im Turnraum der Kita mit Erzieherin Lena Stais und Maike Staab aus. Nicht nur die Begeisterung für den Sport möchte Maike den Kindern näher bringen, auch das Gemeinschaftsgefühl bei Mannschaftsspielen, oder das Annehmen und Einhalten von Spielregeln soll gefördert werden. Klarer Favorit der Tabaluga-Kinder ist das bunte Schwungtuch. Ob sich Kinder darunter verstecken oder ob sie die Mitte eines Karussells sein dürfen - die Vielzahl an Möglichkeiten erfreut die Kinder jedes Mal aufs Neue.

Maike Staab sagt, dass sie solche Erfahrungen nirgendwo anders hätte sammeln können. Auch die Trainer und Betreuer haben eine enorme Entwicklung beobachtet, wenn es etwa um das Auftreten vor einer Gruppe oder die Planung einer Turnstunde geht. So kann die erste FSJ-Absolventin der Turnerschaft mit gestärktem Selbstbewusstsein und Lebenserfahrung in ihre neue Ausbildung im September einsteigen.  mho

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