„Kommt nicht aus heiterem Himmel“

Hainburg - (sig) Hainburgs Bürgermeister Bernhard Bessel glaubt, dass trotz des Dementis von E.ON etwas an dem Gerücht dran sein könnte, dass der Block 6 des Kraftwerks Staudinger in Großkrotzenburg nicht ausgebaut wird.

Nachdem Mitte der vergangenen Woche aus Unternehmenskreisen verkündet wurde, dass auf Grund der Wirtschaftskrise eine Erweiterung zum derzeitigen Zeitpunkt überprüft werde, nannte Unternehmessprecherin Julia Katzenbach-Trosch am Tag darauf die Aussge „unglücklich formuliert“. Vielmehr arbeite E.ON „mit Hochdruck“ am Genehmigungsverfahren.

Doch da muss etwas dran sein“, meint der Verwaltungschef. „So ein Gerücht kommt nicht aus heiterem Himmel.“ Bernhard Bessel glaubt, dass auch die neue Bundesregierung dazu beitragen könnte, dass E.ON von seinen Erweiterungsplänen Abstand nimmt. Denn die von CDU und FDP auf Bundesebene erwogene Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke könne die Rentabilität eines größeren Kohlekraftwerks in Frage stellen.

Für Bessel heißt es nun, am Ball zu bleiben. „Wir werden jedenfalls mit unserer Kommunalen AG und unserem Rechtsanwalt alles in unseren Kräften stehende tun, um die Verantwortlichen im E.ON-Konzern davon zu überzeugen, dass der geplante Bau des Blockes 6 nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch eine Fehlinvestition und damit eine falsche Entscheidung ist“, unterstrich er abschließend.

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