Kommunalwahl in Hainburg

CDU behält absolute Mehrheit

Hainburg - Bei den beiden großen Parteien bleibt in Hainburg alles wie gehabt. Die CDU behält 19 Sitze in der Gemeindevertretung, die SPD acht. Entgegen dem Trend konnte die CDU ihre absolute Mehrheit verteidigen, erzielt 51,2 Prozent – genau wie 2011.

Die SPD kommt auf 22,3 Prozent, hat gegenüber dem Trend ebenfalls etwas zugelegt, im Vergleich zu 2011 minimal verloren (0,6 Prozent). Die BFH (im Trend noch bei 18,1 Prozent) kommen auf 13,3 Prozent, liegen gleich auf mit den Grünen. Die wiederum haben als einzige Fraktion in der Gemeindevertretung einen Sitz verloren. Die BFH gewinnen zwei dazu. Die FDP, die in Hainburg nicht mehr angetreten war, hatte in der vergangenen Legislatur noch einen Sitz im Parlament.

Die CDU Hainburg feiert nach Bekanntgabe des Ergebnisses den Wahlsieg. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem personellen Angebot und unserem politischen Programm bei der Mehrheit der Wähler punkten konnten“, erklärt Vorsitzender Jürgen Harrer. SPD, BFH und Grünen bietet er Gespräche zu den politischen Schwerpunktthemen in Hainburg an. „Ziel in der Kommunalpolitik muss es sein, Entscheidungen mit einer möglichst breiten Mehrheit zu treffen“, so Harrer. „Vielleicht finden wir ja hier und da den angestrebten Konsens.“

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Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sieht SPD-Vorsitzender Manfred Tilsner das Ergebnis. Die SPD habe die CDU-Mehrheit nicht brechen können, ihren Anteil aber zumindest gehalten. Als enttäuschend für eine Kommunalwahl bezeichnet er die Wahlbeteiligung. „Das ist ärgerlich“, kommentiert Grünen-Fraktionschef Cliff Hollmann das Endergebnis und die erneute absolute Mehrheit der CDU. Seine Partei werde die „inhaltlich gute“ Oppositionsarbeit der vergangenen fünf Jahre fortsetzen.

„Wir sind sehr froh, dass wir dieses Ergebnis erreicht haben“, sagt BFH-Vorsitzender Hermann Wolfertz. Er bedauert es, dass die CDU nicht unter 50 Prozent geblieben ist. „Dann hätte es noch mal andere Gestaltungsmöglichkeiten gegeben.“ Der Wähler habe anerkannt, dass seine Fraktion sachbezogene Arbeit leiste. Mit den etablierten Parteien seien offenbar viele nicht zufrieden. (kd)

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