Raupensteiger

Kreis Offenbach: Katzen von Baum gerettet – Besonderes Werkzeug im Einsatz

Mann hält eine Katze im Arm
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Deutlich unproblematischer als die Rettung einer Katze in Hainburg gestaltete sich ein zweiter Einsatz, bei dem eine zahme Katze in Seligenstadt durch Mitarbeiter der Firma Mietservice Rodgau vom Baum geholt wurde.

Im Ostkreis saßen gleich zwei Tiere in luftiger Höhe fest. Die Feuerwehr war zur Stelle und konnte die Katzen retten.

Seligenstadt/Hainburg – Für Aufregung sorgte im Facebook-Forum „Hainburg lebt“ am Dienstag die missliche Lage einer schwarzen Katze: Wie der Tierschutzverein Seligenstadt im Nachhinein berichtete, hatte die Tochter der Betreiber des Tannenhofs in Klein-Krotzenburg das Tier am Morgen auf einem Baum in der Nähe des Restaurants entdeckt – aus etwa zwölf Metern schaffte es die Katze offensichtlich nicht mehr allein herunter.

Feuerwehr konnte den Tieren nicht helfen – Mietservice im Rodgau springt mit besonderem Werkzeug ein

Die Feuerwehr Klein-Krotzenburg rückte an, kam auf dem unbefestigten, bewachsenen Gelände aber mit der Drehleiter nicht ran. Der Tierschutzverein wurde informiert und beschloss, die Lage erst einmal zu beobachten. Es wirkte jedoch unwahrscheinlich, dass die Katze es allein herunterschaffen würde. Die Feuerwehr wurde abermals von Spaziergängern informiert und startete einen zweiten Versuch, das Tier zu retten – erfolglos.

Wechselnde Tierschützer waren zugegen und ließen sich von einem der Feuerwehrleute erklären, mit welchem Gerät Baum und Katze zu erreichen sein könnten. Der Mietservice Rodgau, so die Idee, könne helfen. Nachdem eine Nacht mit Kontrollgängen verstrichen war, wurde die Firma um Hilfe gebeten. Diese stimmte sich mit der Feuerwehr ab und kam dann mit einem Raupensteiger, der schmal genug war, um zum Baum zu fahren. Die Aktion wurde mittlerweile vom Hainburger Ordnungsamt unterstützt.

Erst mit einem Raupensteiger konnte die Katze erreicht werden, die in Klein-Krotzenburg nahe dem Tannenhof auf einem Baum festsaß.

Katzenrettung im Kreis Offenbach: Zwei Einsätze an einem Tag

Der Raupensteiger wurde ein Stück in den Wald hineinmanövriert und die Bühne hochgefahren. Die Katze biss und schlug um sich, konnte aber sicher nach unten gebracht werden. Indes entwischte sie daraufhin in den Wald, weshalb zunächst nicht sicher war, ob es sich um eine vermisste zahme Katze oder um eine verwilderte handelte.

Für die Firma war es die erste Katzenrettung – sie verzichtete auf eine Kostenerstattung und erntete dafür Lob vom Tierschutzverein. Der wurde zeitgleich erneut informiert – auf einem Baum in Seligenstadt sitze eine jammernde Katze und komme nicht allein herunter, so die Anrufer. Gemeinsam mit der Firma ging es dorthin. Da diese zweite Katze zahm war, konnte sie problemlos vom Baum geholt werden.

Einsatz der Feuerwehr nur gegen Kostenerstattung – Stadtbrandinspektor widerspricht

Wie der Tierschutzverein berichtet, hätten die Entdecker der zweiten Katze auch die Feuerwehr in Seligenstadt verständigt, die den Einsatz allerdings nur gegen Kostenerstattung zugesagt habe. Eine kostenlose Rettung sei abgelehnt worden.

Die Tierschützer reagierten mit Unverständnis; schließlich habe man in Hainburg und Mainhausen im Lauf der Jahre bei Tierrettungseinsätzen auf Feuerwehr und Polizei zählen können. Der Seligenstädter Stadtbrandinspektor Alexander Zöller allerdings versichert auf Nachfrage unserer Zeitung, einen solchen Anruf bei der hiesigen Wehr habe es nicht gegeben. Und er liefert auch gleich eine mögliche Erklärung: Wer die 112 wählt, landet nicht etwa automatisch bei der Feuerwehr an Ort und Stelle, sondern bei der Rettungsleitstelle in Dietzenbach. (fj)

Im November 2020 rettete die Feuerwehr einen Kater aus einem Schacht, dabei musste sie schweres Gerät einsetzen. Das Tier steckte 36 Stunden lang fest. Bei einer anderen Rettungsaktion in Babenhausen befreite ein Kletterspezialist eine Katze aus einer misslichen Lage – mindestens 2 Tage saß sie in einem Baum fest.

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