Kreis soll mehr für Hallennutzung zahlen

Hainburg (kg) - Großes Einvernehmen herrschte in der jüngsten Sitzung der Hainburger Gemeindevertretung im Hainstädter Feuerwehrhaus. Rund zwei Drittel der vorliegenden Anträge verabschiedeten die Kommunalpolitiker ohne Aussprache und einstimmig.

Ersatzpflanzung am Mainuferweg (Antrag der Grünen):

Die Grünen fordern, dass nach der Pappelfällung am Mainuferweg dem Fachausschuss das Konzept für die Ersatzpflanzung vorgestellt werden soll. Außerdem sei zu prüfen, ob und inwieweit Schulklassen bei der Neupflanzung beteiligt werden können. Bürgermeister Bernhard Bessel hatte zudem im Ausschuss mitgeteilt, dass derzeit geprüft werde, ob die noch verbliebenen Baumstümpfe entlang des Mainuferweges ausgefräst werden müssen und mit welchen Kosten zu rechnen ist. Auch werde geprüft ,welche Kosten bei der notwendigen Instandsetzung des Mainuferweges entstehen.

Kostendeckende Gebühren für die Nutzung der gemeindlichen Sporthallen (BfH-Antrag):

Nach Meinung der BfH soll der bestehende Vertrag beziehungsweise die bisherige Vereinbarung/Absprache mit dem Kreis Offenbach über die Nutzung der Kreuzburghalle in Klein-Krotzenburg und der Großsporthalle in Hainstadt für schulische Zwecke ab dem zweiten Schulhalbjahr 2012/13 gekündigt werden. Sofern eine weitere Nutzung der beiden Sporthallen durch den Kreis Offenbach gewünscht wird, habe der Gemeindevorstand diese Nutzung vertraglich so zu regeln, dass - wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben - eine kostendeckende Gebühr festgeschrieben wird.

Lebensbäume (Antrag der Grünen):

Ähnlich wie in Trumau sollen nach Ansicht der Ökopartei auch in Hainburg Flächen benannt werden, wo zum Anlass der Geburt von Kindern Eltern Lebensbäume pflanzen können. Während sich die Grünen dafür aussprachen, dass die Kosten von der Gemeinde getragen werden, forderte die CDU in einem Änderungsantrag dass die Eltern die Kosten übernehmen. Einstimmig stimmten die Fraktionen dem Änderungsantrag der CDU zu.

Einsatz von Blockheizkraftwerken bei gemeindeeigenen Liegenschaften (Antrag der Grünen):

Laut Antrag der Grünen soll der Gemeindevorstand prüfen, bei welchen gemeindeeigenen Gebäuden die Heizungsanlage durch ein Blockheizkraftwerk (BHKW) ersetzt oder ergänzt werden kann. Mit ihnen könne gleichzeitig Strom und Wärme produziert werden. Der wesentliche Vorteil liege darin, dass die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme im Gebäude für die Warmwasseraufbereitung und die Heizung direkt genutzt werden kann und nicht wie bei konventionellen Kraftwerken über Kühltürme entsorgt werden muss. In ihrer Begründung teilen die Grünen mit, dass eine Auswertung des Energieberichtes Hainburg 2000 bis 2011 ergeben hat, dass bei elf von 17 Gebäuden Potenzial für einen wirtschaftlichen Betrieb von Blockheizkraftwerken vorhanden ist. Es sei daher zu erwarten, dass der damit erzeugte Strom überwiegend selbst verbraucht werden kann, womit deutliche Kosteneinsparungen zu erwarten sind.

Für die Dauer der Wahlzeit des Personalrates wählte in offener Abstimmung die Gemeindevertretung zwei Mitglieder des Personalrates, Franz Appel und Maria Rohe, sowie zwei persönliche Stellvertreter, Sven Pisarzowski und Arno Zischofsky, in die Betriebskommission des Eigenbetriebes. Das sieht das Hessische Eigenbetriebsgesetz so vor.

Rubriklistenbild: © Bert Gemen/pixelio

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