NABU Hainburg und Naturschutzjugend pflegen Jungvogel

Waldkauz aufgepäppelt

+
Schneller als man gucken kann macht sich Waldkauz Gustav auf den Weg in die Freiheit.

Hainburg - Einem Waldkauz in Nöten haben Hanna Pfriem und Leonie Pappert von der NAJU Hainburg auf die Beine geholfen. Nachdem sie das Tier aufgepäppelt haben, wurde es nun wieder ausgewildert.

Ende April hatte eine Spaziergängerin den Vogel bei der Tierärztin abgegeben. Nach einer gründlichen Untersuchung stellte diese fest, dass der Kauz zwar völlig gesund, aber auf jeden Fall noch zu jung war, um auf sich alleine gestellt in freier Wildbahn zu überleben. Die Ärztin übergab ihn deshalb an den NABU-Vorsitzenden Manfred Gutermuth.

Bei ihm blieb der Kauz für eine gute Woche und wurde erst einmal mit Heimchen (Grillen) gefüttert. Dann wurde die Nahrung auf zerkleinerte Mäuse und Eintagsküken erweitert. Da bei Gutermuth ein Urlaub anstand, hatte er gleich Leonie Pappert und Hanna Pfriem mit ins Boot geholt. Die beiden Mädchen sind von Anfang an in seiner Jugendgruppe mit dabei. Er übergab den Kauz schließlich ganz in ihre Obhut. Die beiden waren einstimmig der Meinung, dass der neue Schützling dringend einen Namen braucht. Sie tauften ihn Gustav. Die nächsten Tage lebte Gustav bei Hanna zu Hause im Keller. Für die Fütterungen verabredeten sich die Mädchen. Denn Gustav auf einem Stock halten, Nahrung zerkleinern, ihn füttern – zum Teil mit Überredungskunst – und Reinigen des Geheges mit Einfangen des Kauzes nach Probeflug sind alleine kaum möglich. Zumal Gustav von Mal zu Mal wilder wurde und irgendwann nicht mehr auf dem Stock gefüttert werden wollte.

Deshalb wurde kurzerhand bei Ingrid Hüfner eine große Voliere für den Waldkauz eingerichtet. Dort fühlte er sich sofort sichtlich wohl. Mit der Zeit lernte er, Mäuse und Küken als Ganzes zu verspeisen, was den Mädchen die Fütterung erleichterte. Anfang Juni wurde dann auf lebende Mäuse umgestellt. Dabei entpuppte sich Gustav als echter Jagd-Profi und Nimmersatt. Vergangene Woche wurde der Kauz beringt, und die Federkiele wurden überprüft mit dem Ergebnis: Gustav ist startklar für sein Leben in Freiheit. Die NAJU-Gruppe „Die wilden Haselmäuse“ kam zusammen, um den Waldkauz auszuwildern. Hanna und Leonie freuen sich sehr für Gustav, werden ihn aber doch ein wenig vermissen. Wer sich für die Aktivitäten der Naturschutzjugend interessiert, findet auf der Homepage weitere Informationen. (kd)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare